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Theaterpremiere : Waldorfschüler zeigten das Stück „Robin Hood“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

250 Gäste ließen sich von den Schülern der achten Klasse in die Welt Robin Hoods entführen.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Neumünster | „Unser Leben für die Gerechtigkeit! Unser Leben für die Freiheit!“, schallte es am Freitagabend durch den Theatersaal der Waldorfschule. Auf der Bühne standen die Schüler der achten Klasse. 250 Gäste ließen sich von ihnen in die Welt Robin Hoods entführen.

Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Während Englands König, Richard Löwenherz, außer Landes ist, versucht sein Bruder Prinz John die Macht mithilfe einiger Adliger und des Sheriffs von Nottingham an sich zu reißen. Das Volk leidet indessen große Not. Nahe Nottingham gibt es einen Wald: den Sherwood Forest. Hier lebt eine Gruppe „Gesetzloser" mit ihrem Anführer Robin Hood, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Reichen zu überfallen und die Beute an Arme zu verteilen.

Mit beeindruckenden Kostümen, fantasievollen Bühnenbildern und großer Schauspielkunst gelang es den Waldorfschülern, die bekannte Geschichte rund um Freiheit und Gerechtigkeit eindrucksvoll auf die Bühne zu bringen. Nach jeder Szene wurde frenetisch geklatscht. Beifall ernteten die jungen Akteure für ihre Schauspielkunst, ihren Mut, Solopartien auf der Bühne zu singen, und nicht zuletzt für ihre Disziplin, mit der es den 13- bis 14-Jährigen über zwei Stunden gelang, große Spielfreude zu beweisen.

Vor einem halben Jahr hatten die Achtklässler und ihr Lehrer Detlef Bosse das Stück ausgewählt, vier Monate dauerten die Vorbereitungen. Die letzten drei Wochen wurde täglich intensiv geprobt. Es wurden Kostüme genäht und Bühnenbilder gezimmert. Alles in Eigenregie. „Das Klassenspiel gehört seit 20 Jahren auf den Lehrplan der Achtklässler“, erzählte Gitta Müller. Die ausgebildete Sprach- und Schauspielgestalterin ist von Anfang an dabei. „Wenn die Klassen ihr Stück ausgewählt haben, unterstütze ich die Klassenlehrer bei der Umsetzung“, erklärte sie ihre Arbeit. „In der jetzigen achten Klasse gibt es viele starke Schüler. Im Stück „Robin Hood“ konnte jeder seine Talente unter Beweis stellen“, sagte die erfahrene Theaterfrau. Ben Brosowski als Robin Hood mit klarer Artikulation, Ida von Dorum als Alana mit schöner Stimme oder Pauline Teupke als Lady Marian – um nur einige zu nennen. Denn: Toll waren sie alle.

„Klassenspiele in dieser Altersklasse lehren die Jugendlichen zu Beginn der Pubertät, Gefühle auszudrücken, sie stärken das Selbstbewusstsein in der Übergangsphase vom Kind zum Erwachsenen und fördern das soziale Miteinander“, sagte Gitta Müller.

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