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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 00:25 Uhr

Waldhaus präsentiert Einblicke in die Natur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Viel Licht, energetisch und ökologisch saniert und eine spannende Ausstellung: Das gehört zum neu gestalteten Waldhaus im Erlebniswald Trappenkamp, das gestern Umweltminister Dr. Robert Habeck und Landesforstdirektor Tim Scherer in einer kleinen Feierstunde eröffneten.

Nach 40 Jahren war eine Modernisierung fällig. „Asbest und die alte Mineralwollisolierung unter dem Dach mussten unbedingt fachgerecht entsorgt werden“, berichtete Architekt Matthias Schultz. Bei der Neugestaltung stießen Planer und Handwerker bei ihren Arbeiten durchaus an Grenzen. „Wir bauen hier doch kein künstliches Holz ein“, hatte Erlebniswaldleiter Stephan Mense bei der Tresenplanung mit „Holzoptik“ die Bremse gezogen.

Natur verstehen, Wald und Mensch zusammenbringen und Wissen begreifbar machen, das seien waldpädagogische Ziele des Erlebniswaldes, sagte Landesforstdirektor Tim Scherer. Gelungen fand auch der Gründer des Erlebniswaldes und Forstdirektor im Ruhestand, Heinrich-Wilhelm Barfod, das neue Waldhaus.

„Wir gehen abends brav ins Bett und im Wald tobt die Hölle“, scherzte Ausstellungsplaner Helmut Kessler. Die Ausstellung liefert Einblicke in das Leben von Fledermäusen, Siebenschläfern, Springschwänzen und von anderem Getier und Naturgeschehen bis hin zu jahreszeitlich unterschiedlichen Duftproben aus dem Wald.

313 000 Euro hat die Umgestaltung gekostet. 180 000 Euro finanzierten die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. 133 000 Euro steuerte die Aktiv-Region Holsteins-Herz bei.

Eine Bollerwagenstation aus Douglasienholz ist in Arbeit, und auch ein Fahrstuhl soll in wenigen Tagen installiert werden, um das Waldhaus barrierefrei zu gestalten. Ganz ist der Bau zur Eröffnung nicht fertig geworden. „Schön, so sieht man: Hier wird gearbeitet“, meinte Umweltminister Robert Habeck.


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