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Schillsdorf/Rendswühren : Wald-Kita Bokhorst: Erlaubnis bis Ende des Jahres

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach der Sommerpause sollen Gespräche auf Landesebene stattfinden.

Schillsdorf | Gute Nachrichten für den Bokhorster Waldkindergarten: Die Betriebserlaubnis für die Bokhorster Waldkindergartengruppe ist zunächst bis zum Jahresende verlängert worden. Das erklärte Rendswührens Bürgermeister Dr. Thomas Bahr vorgestern Abend auf der Sitzung der Rendswührener Gemeindevertretung auf Hof Viehbrook.

Um den Kindergarten im Wald von Harry von Bülow hatte es Wirbel gegeben. Das Plöner Umweltamt hatte gefordert, dass der Waldkindergarten auf die Bokhorster Kirchenwiese umziehen müsse. Die Kinder seien zu laut im Wald, würden scheue Tiere vertreiben und durch das Herumtollen den Boden verdichten. Ins Rollen gekommen war die Sache, weil die Kindertagesstätte (Kita) einen Bauwagen als Unterschlupf aufstellte und dafür einen Antrag beim Kreis stellte. Ohne einen Schutzraum darf ein Waldkindergarten nämlich nicht betrieben werden.

Nach einem Ortstermin und inzwischen auch weiteren Gesprächen mit der Landespolitik sei eine positive Lösung denkbar, meinte Bahr. Nach der Sommerpause sollen Gespräche auf Landesebene stattfinden. Der letztlich für die Unruhe verantwortliche Erlass des Landes müsse auch auf Landesebene diskutiert und geändert werden.

Beraten wurde am Dienstag auch über die Schaffung neuer Baumöglichkeiten in der Gemeinde. Mit geringfügigen Änderungen beschlossen Rendswührens Ortspolitiker nach Ablauf der öffentlichen Auslegung und drei eingegangenen Stellungnahmen eine sogenannte Klarstellungs- und Ergänzungssatzung für den Ortsteil Schipphorst. Danach können jetzt in Schipphorst einige weitere Grundstücke zu Bauzwecken genutzt werden. Auch wenn nicht alle Grundeigentümer einen Nutzen aus den Planänderungen hätten, schaffe die Planänderung zusätzliche Baumöglichkeiten. Hierfür seien die Grenzen besonders im Außenbereich eng geworden, sagte Bahr.

Warten heißt die Devise beim Thema Breitbandversorgung in der Gemeinde. Seit April ist Rendswühren Mitglied im Zweckverband Plön. „Hier sind immerhin 46 Gemeinden mit etwa 31 000 Einwohnern vertreten“, sagte Bahr. Mit einem Anlauf der ersten Ausschreibungen für den Glasfaserausbau wird im Herbst 2015 gerechnet. Wann Rendswühren oder Schillsdorf in den Genuss eines Ausbaus kommen, sei allerdings noch offen. Gerade für wirtschaftlich wenig interessante Flächengemeinden sei der Zusammenschluss allerdings sinnvoll.

Für eine Überraschung sorgte in Rendswühren ein Blick auf die Jahresrechnungen. Während 2014 mit einem Plus in den Überschüssen von etwa 121 000 Euro schloss, überraschten die Kosten für die Teilnahme Rendswührener Kinder an der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Wankendorf mit einem Anstieg von rund 1000 auf etwa 8200 Euro. Allerdings hätten im Abrechnungszeitraum auch 13 Schüler auf der Teilnehmerliste gestanden. Aktuell liege die Kostenschätzung bei rund 2500 Euro für vier Schüler. In den Kosten sei die Abholung der Kinder von den Außenstellen in Schipphorst oder Hüttenwohld enthalten, da die Betreuung durch die Grundschule Wankendorf stattfindet.  

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