Neumünster : WAK-Gebäude heiß begehrt

Die Immobilie an der Parkstraße 22 gehört der Stadt und wird noch von der Wirtschaftsakademie genutzt. Doch die will umziehen.
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Die Immobilie an der Parkstraße 22 gehört der Stadt und wird noch von der Wirtschaftsakademie genutzt. Doch die will umziehen.

Die Wirtschaftsakademie will ihr Gebäude verlassen und in die ehemalige Holstenbrauerei ziehen. Das weckt Begehrlichkeiten.

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06. Januar 2018, 07:52 Uhr

Die Wirtschaftsakademie (WAK) der Industrie- und Handelskammer räumt ihr bisheriges Domizil an der Parkstraße 22 und zieht im Frühjahr in die alte Holstenbrauerei um. „Wir benötigen mehr Fläche, vergrößern uns an der Brachenfelder Straße“, bestätigte Sven Donat, der Sprecher der WAK Schleswig-Holstein, die Umzugspläne.

Um die Nachnutzung des städtischen Gebäudes an der Parkstraße ist nun ein kleiner Wettstreit entbrannt. So hat unter anderem die Theodor-Litt-Schule ihren Finger gehoben. „Wir haben im Verwaltungsrat des Regionalen Berufsbildungszentrums Raumbedarf angemeldet und den Antrag gestellt, Gespräche über die Anmietung aufzunehmen“, erklärte Schulleiter Olaf Hirt auf Courier-Nachfrage.

Die Litt-Schule benötige Platz unter anderem für den im Aufbau befindlichen neuen Ausbildungsgang der Medizinisch-technischen Laboriums-Assistenten. Hirt: „Das Gebäude liegt gleich nebenan und ist ja schon ein Schulgebäude, sodass keine größeren Umbauten nötig wären.“

Da zudem die Anbau-Pläne der Litt-Schule an der Holstenstraße ins Stocken geraten seien, wäre „das WAK-Gebäude zumindest eine gute Übergangslösung“, so Hirt.

Die Theodor-Litt-Schule habe sich mit ihrem Wunsch schon an die Stadt gewandt, bestätigte Torben Pries, der Büroleiter von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Die Stadt sieht selbst eigenen Bedarf. Pries: „Wir stellen zurzeit die Raumplanung für die städtischen Fachdienste auf.“

Es sei dabei geprüft worden, ob dieses städtische Gebäude für Bürozwecke genutzt werden kann. „Eine Überlegung dabei war, die EDV-Dienste dort unterzubringen“, so Pries. Die EDV-Abteilung der Stadtverwaltung ist bislang im Neuen Rathaus angesiedelt. Für die Stadt könne es schon sinnvoll sein, nicht weitere Räume zu mieten, wenn eigene zur Verfügung stehen, so Pries: „Da ist aber noch nichts entschieden.“

Die SPD-Rathausfraktion nennt es in einer Mitteilung dagegen nicht einsichtig, wenn Klassenräume „zweckentfremdet für nichtschulische Zwecke genutzt werden und dafür neue Klassenräume für die betroffenen Schulen gebaut werden müssen“.

Die Sozialdemokraten haben den Antrag, „dass das städtische Gebäude in der Parkstraße 22 nach Auszug des bisherigen Mieters zur auschließlich schulischen Nutzung freigegeben wird“, auf die Tagesordnung der kommenden Ratsversammlung am 13. Februar setzen lassen.

Die EDV-Abteilung könne man überall unterbringen. „Die muss da nicht hin, die Schule benötigt die Räume dringender“, sagte Bernd Delfs, der Vorsitzende des Schul-, Kultur- und Sportausschusses. Selbst wenn die Verwaltung der Litt-Schule das Gebäude an der Parkstraße mit den sieben Klassenräumen nicht zugestehen wolle, sei auch ein Bedarf der Klaus-Groth-Schule nach einer denkbaren Umstellung von G8 auf G9 möglich, so Delfs.

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