Wahnsinn des Kriegs im Comic erklärt

christine rudolph
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19. November 2015, 00:32 Uhr

„Ich hätte entsetzt sein müssen vor solcher Grausamkeit, aber ich war es nicht.“ – Agnes Zenker, René Lucot, Walter Bärthel und Lucien Laby sind zwischen 6 und 22 Jahren. Sie erzählen ihre Geschichte über die Zeit zwischen 1914 und 1918. Agnes erlebt den Krieg auf ihrem heimatlichen Hof bei Dresden. Sie und ihre Familie leiden kriegsbedingt an Hunger. René wächst in den Kriegswirren auf einem Hof nahe Paris auf und erlebt, wie seine Familie zerrissen wird. Walter meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst, schildert seinen ersten Kampfeinsatz und seine Kriegsverletzung. Lucien ist Sanitäter und beschreibt seinen Kampf um das Leben seiner Kameraden.

Die Tagebücher und Memoiren sind im Stil des französischen Comics illustriert. Die Comic-Bilder verdeutlichen noch die beschriebenen Szenen, machen aber auch den Einstieg in ein schweres Thema einfacher. Auch die Begriffserklärung sorgt für eine gute Verständlichkeit. Das Sachbuch ist für Kinder ab 12, ich empfehle aber eine Begleitung durch die Eltern.


Alexander Hogh (Text), Jörg Mailliet (Illustration): Tagebuch 14/18 Vier Geschichten aus Deutschland und Frankreich, Tintentrinker Verlag, Köln 2014, 20 Euro, 115 Seiten.

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