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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 03:36 Uhr

Landtagswahl : Wahlkampf im Minutentakt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der CDU-Landesvorsitzende Daniel Günther war mit Neumünsters Direktkandidat Wolf Rüdiger Fehrs auf Wahlkampftour

Neumünster | „Die persönliche Ansprache auf der Straße oder an der Haustür ist ganz wichtig“, sagt Daniel Günther. Der CDU-Landesvorsitzende und christdemokratische Spitzenkandidat für die Landtagswahl machte gestern mit Neumünsters CDU-Direktkandidat Wolf Rüdiger Fehrs am CDU-Stand vor der Holsten-Galerie Straßenwahlkampf.

„Die Kontakte sind nicht lang, eine knappe Minute, aber die kann zählen“, sagte Günther, der direkt von einer Veranstaltung auf Hof Viehbrook (Gemeinde Rendswühren) kam. Das Thema dort vor rund 50 interessierten Zuhörern: „Gemeinsam denken und handeln im ländlichen Raum“. Die Themen, mit denen Günther und Fehrs in Neumünster punkteten, waren innere Sicherheit, Bildung und Infrastruktur. „Die Kriminalität ist in Neumünster geringer geworden, aber immer noch ein Thema“, so Günther.

Tags zuvor, am Donnerstagabend, war Daniel Günther in Boostedt auf Wahlkampftour. Im Hof Lübbe hatten sich etwa 80 Parteianhänger und Interessierte versammelt. In seinem Rundumschlag ließ Günther denn auch nahezu kein Thema aus. So attestierte er der Landesregierung unter anderem ein Versagen in der Bildungspolitik und der wirtschaftlichen Entwicklung Schleswig-Holsteins ebenso wie Fehlentscheidungen in Fragen der inneren Sicherheit. „Wir werden der Polizei den Rücken stärken. Und wir werden dafür sorgen, dass sich das Land an den Betriebskosten der Kommunen beteiligt, damit diese nicht zwingend Straßenausbaubeiträge von den Anwohnern einfordern müssen“, erklärte der CDU-Politiker.

Ebenso wie Günther sprach sich auch Wolf Rüdiger Fehrs deutlich gegen Zwangsfusionen von Kommunen aus. „Denn es kann nicht sein, dass die Gemeinden nicht mehr selbst über ihre Kitas und Schulen entscheiden können“, sagte er. Außerdem warb der 50-Jährige eindringlich für den geplanten Breitbandausbau in Boostedt durch die Stadtwerke Neumünster (der Courier berichtete).

„Das schnelle Internet ist eine wichtige Entscheidung für die Zukunft, mit der auch eine Wertsteigerung der Immobilien einhergeht“, erklärte Fehrs, der unter anderem als Vorsitzender dem Aufsichtsrat der Stadtwerke angehört.

Zu einer offenen Diskussion kam am Ende nicht. Neben Zustimmung gab es auch Kritik aus dem Publikum. So meinte Hans-Hinrich Baumgarten aus Neumünster: „Ich fand die Präsentation mit den Filmchen vorab übertrieben. Und dies ganze Gehabe um seine Person hatte schon viel von amerikanischem Wahlkampf, bei dem es ja vor allem um die gute Show geht.“

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erstellt am 23.Apr.2017 | 08:30 Uhr

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