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Wagner hat geliefert – die Politik ist am Zug

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zu den Problemen am Mühlenberg

von
erstellt am 23.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Bauunternehmer Udo Wagner wird sich in Tetenhusen die Haare raufen: Die Mehrheit für sein Neubauprojekt am Mühlenberg droht zu kippen, weil die Karten politisch neu gemischt worden sind. Wagner wird sich fragen, was er nach dem geforderten Architektenwettbewerb, aus dem Zastrow & Zastrow trotz der wegen des kleinen Satteldachs um 1,40 Meter gerissenen Gesamthöhe als einstimmiger Sieger hervorgegangen war, denn noch anbieten soll, um endlich Baurecht zu bekommen und sein Mühlenberg-Gesamtprojekt aus Kreishaus und Neubauten ähnlich erfolgreich zu vollenden wie die schnell ausverkaufte Wohnanlage in der Schleswiger Straße. Wagner hat geliefert, jetzt ist die Politik am Zug.

Dass er auf eines seiner beiden geplanten neuen Wohnhäuser am Mühlenberg und damit auf die Hälfte der 18 Wohnungen verzichtet, wie es der SPD vorschwebt, dürfte jenseits der Phantasie eines Bauherren liegen, der seine Neubauwohnungen statt zu üblichen festen Marktpreisen per Gebot zu verkaufen versucht. Ebenso wenig wahrscheinlich ist aber, dass Wagner einfach hinschmeißt – dafür hat er schon zuviel investiert. Und so wird er sich den angekündigten Gesprächen nicht verschließen und die Gelegenheit wahrnehmen, nochmals für sein Projekt zu werben. Vielleicht muss er nur noch diese eine Hürde nehmen und Kröte schlucken, um auch der neuen Ratsversammlung das Gefühl und die Legitimation zu geben, sich für ein vernünftiges und gutes Projekt entschieden zu haben.

Eins ist aber auch klar: Einen Eklat und einen geplatzten Millionendeal kann sich in Eckernförde niemand leisten.

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