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Verabschiedung : Wachwechsel im Haus an der Stör

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Brigitte Siedschlag übergibt die Leitung des Seniorenheims in jüngere Hände und bleibt der Awo treu: „Einmal Awo – immer Awo“

Für viele war sie die „graue Eminenz“ im Seniorenheim Haus an der Stör, jetzt gibt sie die Leitung des 120-Betten-Hauses an den Störwiesen in jüngere Hände ab: Nach 25 Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und neun Jahren an der Spitze des Wohn- und Pflegeheims verabschiedete sich Brigitte Siedschlag (65) in den Ruhestand.

Bereits zum 1. Januar hatte die gelernte Kinderkrankenschwester die Leitung des Hauses nach längerer Einarbeitung offiziell an ihre Nachfolgerin Susanne Durau (46) abgetreten. Gestern verabschiedeten sich rund 80 Wegbegleiter, Freunde und Mitarbeiter bei einem Empfang in ihrer alten Wirkungsstätte mit vielen warmen Worten von der durchaus als resolut geltenden ehemaligen Hauschefin.

Uwe Braun, Leiter des Awo-Unternehmensbereichs Pflege und damit Siedschlags Vorgesetzter auf Landesebene, lobte vor allem das hohe soziale Engagement und das enorme Verantwortungsbewusstsein der scheidenden Chefin, das sie auch ihren Mitarbeitern abverlangt habe. Dabei sei sie naturgemäß nicht immer „jedermanns Liebling“ gewesen, sagte Braun. Auch Awo-Landesgeschäftsführer Michael Selck beschrieb Brigitte Siedschlag augenzwinkernd als jemanden, der „nicht unbedingt für den diplomatischen Dienst“ geeignet gewesen sei, wie ein Mitarbeiter es einst formuliert habe. Da es ihr stets ausschließlich um die Sache gegangen sei, nämlich das Wohl der ihr anvertrauten Menschen, dürfe sie das aber durchaus als Kompliment auffassen, unterstrich Selck. Und Rüdiger Graff vom Awo-Kreisvorstand bewunderte schließlich ihren Mut, „auch mal etwas nicht zu machen, um uns zu signalisieren, dass es so nicht geht“.

„Alles richtig“, räumte die so Gelobte ein und bat vor allem ihre ehemaligen Mitarbeiter um Verständnis für ihr Temperament: „Wenn ich manchmal schroff oder streng gewesen war: Ich wollte Sie nur mitnehmen auf dem Weg, mit den stets neuen Herausforderungen fertigzuwerden“, wandte sie sich an die Belegschaft des Hauses. So ganz mag sich die Neu-Rentnerin aber noch nicht aufs Altenteil zurückziehen: Auch künftig wolle sie im Awo-Kreisverband weiter mitarbeiten, kündigte sie an: „Einmal Awo - immer Awo!“

Tatsächlich hat Brigitte Siedschlag auch außerhalb „ihres“ Hauses Spuren hinterlassen: Das Seniorenheim an der Stör gilt heute als glänzend vernetzt und eingebunden in den Stadtteil: Regelmäßig kommen junge Menschen der Wittorfer Jugendfeuerwehr zu Projekten ins Heim oder organisieren mit und für die Heimbewohner Grill- und Gartenfeste. Beim Wittorfer Stadtteilfest gehört der bunte Nachmittag im Heim seit Langem zum Eröffnungsprogramm. Auch mit dem Museum Tuch + Technik gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit.

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erstellt am 23.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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