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SHMF-Rahmenprogramm : Vortrag über Malerei kam gut an

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kunsthistorikerin Dr. Susanne Schwertfeger referierte zum Thema „Flüchtige Augenblicke – revolutionäre Malerei“.

shz.de von
erstellt am 27.Jul.2017 | 08:20 Uhr

Neumünster | In Neumünster wird das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) jährlich durch die Veranstaltungen bereichert, die das Team um Heide Mader im Rahmenprogramm anbietet. In diesem Jahr ist der französische impressionistische Musiker Maurice Ravel (1875-1937) die Zentralfigur des SHMF, und die Organisatoren des Beiprogramms sind in der zeitgenössischen Malerei auf ein passendes Begleitthema gestoßen.

„Flüchtige Augenblicke – revolutionäre Malerei“, lautete der Titel des Vortrag über die französischen Impressionisten, den die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Schwertfeger am Dienstagabend vor 40 Besuchern im Kiek In an der Gartenstraße hielt. Es war die vierte Rahmenveranstaltung.

„Für den heutigen Betrachter sind die ‚Seerosen‘ (1916) von Claude Monet (1840 -1926) alles andere als provozierend. Damals regte das Bild allerdings genauso auf wie etwa die Fettecke von Joseph Beuys“, erklärte die Dozentin der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel eingangs. Kenntnisreich und erfrischend im Erzählen schilderte sie, wie der Stil der Impressionisten zu seinem Namen kam und was ihn vom Kanon der Historienmalerei unterschied. Die Impressionisten begaben sich aus dem Atelier hinaus in die Natur und versuchten, einen flüchtigen Moment festzuhalten. Eine sich im Meer spiegelnde Sonne oder Qualm, der vorbeizieht, forderte schnelles Auftragen der Farbe. Daher ist der Akt der Produktion ein Teil des Bildes. „Die Pinselstriche sind kurz und nervös aufgebracht, weil der Augenblick des Sehens flüchtig ist“, erklärte die Kunstexpertin. Sie interessiert an den Impressionisten auch weniger der gemalte Gegenstand: „Es ist der Akt des Sehens, der mich fasziniert.“

Besucherin Barbara Meier war zum Vortrag gekommen, weil sie impressionistische Malerei liebt: „Ich kann mit den Bildern, die biblische Motive zeigen, nichts anfangen. Deshalb hat mir die Bilderauswahl des Vortrags sehr gut gefallen.“

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