Vortrag über jüdisches Schicksal

Gerhard Scheurich berichtet vom Schicksal des Deportierten

shz.de von
10. September 2013, 00:33 Uhr

Über das Schicksal des Juden Egon Salomon Minden, der in Neumünster lebte und 1942 deportiert wurde, hat der Neumünsteraner Gerhard Scheurich ein Buch geschrieben. Minden ist auch einer der 25 Stolpersteine gewidmet, die es in der Stadt gibt; er ist an der Wasbeker Straße 10 zu finden. Scheurich, dessen Frau Pate des Steins ist, hat lange Jahre dem Leidensweg Mindens hinterhergeforscht und wird am Mittwoch, 11. September, ab 18 Uhr in der Erlöserkirche Gadeland, Am Hang 1, über seine Recherchen berichten.

Eingeladen haben der Runde Tisch für Toleranz und Demokratie der Stadt, der Freundeskreis Christlicher Pfadfinder und die Kirchengemeinde Erlöserkirche Gadeland. „Anlässlich des ökumenischen Gottesdienstes im Januar zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus wurden die 25 Stolpersteine vorgestellt. Daraus erwuchs der Wunsch, dieses Thema zu vertiefen“, so Wolfgang Wittchow vom Pfadfinder-Freundeskreis. Gerhard Scheurich wird die Stationen des Lebensweges von Egon Minden mit vielen Fotos, Originaldokumenten und Briefen vorstellen. Seine jahrelangen Forschungen führten ihn nach Amerika und in die Schweiz, wo er eine Schwester von Minden besuchte. Die Zweitauflage seines Buches hat er ebenfalls dabei. Der Eintritt ist frei, eine Spende für die Kirche ist möglich. Mehr Informationen gibt es unter Tel. 7 12 10 (Gemeindebüro Gadeland) oder Tel. 7 37 22 (Wolfgang Wittchow).



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