zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 15:57 Uhr

Verkauf startet heute : Vorsicht beim Feuerwerk

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Feuerwehr warnt vor Mutproben und gibt Tipps zum richtigen Umgang. Die Polizei kann Pyrotechnik sicherstellen.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2015 | 17:00 Uhr

Neumünster | Fast jeder dritte Deutsche will nach einer Umfrage der Deutschen Presseagentur in der Silvesternacht Feuerwerk zünden. Auch in Neumünster wird der Nachthimmel zum Jahreswechsel wieder im Lichterglanz erstrahlen. Der Verkauf der Pyrotechnik startet heute. Abgebrannt werden dürfen die Böller und Raketen laut Gesetz aber nur an Silvester und Neujahr ganztägig – und nur von Erwachsenen.

„Für Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind pyrotechnische Gegenstände der Klasse II auch zum Jahreswechsel tabu“, betont Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Werden Kinder oder Heranwachsende dennoch mit diesen Dingen angetroffen, können Beamten das Feuerwerk sicherstellen. „Dann müssen Eltern die Silvesterknaller bei der Polizei abholen“, sagt Hinrichs. Er appelliert zudem auch an die Vernunft der Erwachsenen: Wer Alkohol getrunken hat, sollte nicht mehr zündeln.

Auch die Feuerwehr warnt wie in jedem Jahr vor Unfällen und Bränden durch den leichtfertigen Umgang mit Feuerwerkskörpern. „Böllerfreunde mögen bedenken: Feuerwerk ist auch Feuer“, sagt Wachführer Stefan Hennig von der Berufsfeuerwehr. Die Tatsache, dass Feuerwerksartikel frei verkäuflich sind, dürfe nicht darüber hinweg täuschen, dass hier mit Sprengstoffen umgegangen werde. „Auch bei den stationären Feuerwerkskörpern, die oft mit sehr heißer Flamme abgebrannt werden, besteht in der Nähe von brennbaren Gegenständen höchste Brandgefahr“, warnt Hennig. Angezündete Böller sollten sofort weggeworfen werden. „Sie eignen sich nicht für Mutproben, da der Sprengstoff schwere Verletzungen verursachen kann. Deshalb dürfen Böller auch nicht in Richtung von anderen Menschen geworfen werden“, so Hennig. Das Anzünden von Himmelslaternen ist per Landesverordnung bereits seit Ende August 2009 verboten, da herunterfallende glühende Teile Brände verursachen können.

Weiterhin rät die Feuerwehr:
❍Gebrauchsanweisung durchlesen und unbedingt beachten.
❍Raketen-Abschussrampen standfest aufstellen. Schutzkappen erst unmittelbar vor dem Zünden abziehen.
❍Auf Oberleitungen und Dachvorsprünge achten.
❍Auf Blindgänger achten und glühende Reste sofort ablöschen.
❍Dachluken und Fenster schließen. Brennbare Gegenstände von Balkon und Terrasse räumen.
❍Das Abbrennen ist verboten in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Seniorenheimen und dort, wo es wegen der Brandgefahr sonst verboten sein kann (etwa im Abstand von 100 Metern um reetgedeckte Häuser).
❍ Rücksicht auf Tiere nehmen. Viele leiden sehr unter dem Lärm.




zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen