Gadeland : Vorfahrt missachtet: Schwerer Unfall mit vier Verletzten

Die Fahrerin  eines Fiat Pandas  (46)  musste aus ihrem auf dem Dach liegenden Fahrzeug von der Feuerwehr befreit werden.
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Die Fahrerin eines Fiat Pandas (46) musste aus ihrem auf dem Dach liegenden Fahrzeug von der Feuerwehr befreit werden.

20 Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst waren gestern Nachmittag an der Kreuzung Boostedter Straße / Leinestraße im Einsatz.

shz.de von
04. Mai 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Der Notruf erreichte die Leitstelle um 15.19 Uhr: Autofahrer meldeten einen schweren Verkehrsunfall auf der Kreuzung Boostedter Straße / Leinestraße / Hartwigswalder Straße in Gadeland. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr, vier Krankenwagen und der Notarztwagen waren sechs Minuten später vor Ort. Die 20 Einsatzkräfte fanden einen auf dem Dach liegenden Fiat Panda aus Lübeck und einen Peugeot 5008 aus Neumünster vor.

„In dem Fiat war die Fahrerin so eingeklemmt, dass sie sich nicht alleine befreien konnte“, erklärte Einsatzleiter Thomas Hoch von der Berufsfeuerwehr. Die Helfer holten die Schwerverletzte (46) aus dem Fahrzeug. Sie kam wie ihre drei Beifahrerinnen (19, 21 und 71), die leicht verletzt wurden, ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Der Fahrer des Peugeots (77) blieb unverletzt und lehnte eine Fahrt in die Klinik ab.

Er wollte nach Angaben der Polizei aus der Leinestraße kommend geradeaus in die Hartwigswalder Straße. Dabei übersah der Senior den aus Boostedt kommenden Fiat und berührte ihn so ungünstig, dass der Kleinwagen aufs Dach kippte. Beamte des 1. Polizeireviers waren vor Ort und sperrten die Kreuzung für etwa 45 Minuten. Der Verkehr wurde durch das Industriegebiet Süd und durch Gadeland abgeleitet.

Die Feuerwehr richtete den Fiat auf, streute ausgelaufenes Motorenöl ab und klemmte die Batterie ab. Anschließend wurde das stark in Mitleidenschaft gezogene Fahrzeug abgeschleppt. Der Sachschaden liegt bei mehreren tausend Euro.

Die Kreuzung gilt zwar nicht als Unfallschwerpunkt, dennoch kam es in den vergangenen Jahren dort immer wieder zu Zusammenstößen. Um die Kreuzung sicherer zu machen und den zunehmenden Verkehr besser leiten zu können, bemüht sich die Stadt seit mehreren Jahren um Fördergelder vom Land für einen Kreisverkehr – bisher ohne Erfolg. Ein neuer Förderantrag läuft derzeit. Die Kosten für den Umbau werden auf rund 600 000 Euro veranschlagt.

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