„Nordjob“ : Vorbereitung ist die halbe Miete

Die Verwaltungsfachangestellte Jessica Schmidt (von links), Azubi Charlyn Henningsen, die Ausbildungsleiterin Katja Gorzolka sowie Ausbildungsmeister Claas-Hendrik Heß unterhielten sich am Stand der Stadt  mit  Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.
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Die Verwaltungsfachangestellte Jessica Schmidt (von links), Azubi Charlyn Henningsen, die Ausbildungsleiterin Katja Gorzolka sowie Ausbildungsmeister Claas-Hendrik Heß unterhielten sich am Stand der Stadt mit Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras.

Die Berufsfindungsmesse „Nordjob“ bietet 2500 Schülern eine Plattform, mit Ausbildungsbetrieben in Kontakt zu kommen.

shz.de von
18. Juni 2014, 12:00 Uhr

Neumünster | Der Schritt vom Schulabgang in das Berufsleben ist ein besonderer. Um genau diese Phase der Berufsvorbereitung dreht sich seit gestern die 10. Fachmesse für Ausbildung und Studium in den Holstenhallen. Über 50 Aussteller bieten noch heute während der „Nordjob“ den erwarteten 2500 jungen Menschen die Möglichkeit, sich in Einzelgesprächen über Ausbildungsberufe und Studiengänge zu informieren.

Veranstaltet wird die Messe in Kooperation von dem Institut für Talententwicklung (IfT) mit der Industrie-und Handelskammer zu Kiel (IHK). Sie richtet sich an Schüler, die ein Jahr vor ihrem Abschluss stehen.

1800 Schüler haben im Vorfeld Gesprächstermine festgelegt, die jeweils 20 Minuten umfassen und „die neben einem Informationsgewinn auch dazu genutzt werden können, sich schon mal vor einem offiziellen Bewerbungsgespräch zu präsentieren und zu erproben“ erklärte Kathrin Walsch vom IfT.

„Wir legen besonderen Wert auf die intensive Vorbereitung der Schüler für den Besuch dieser Fachmesse,“ sagte Rainer Bock, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras lobte das Konzept: „Aufgrund der klaren Terminvergaben profitieren beide Seiten. Wir brauchen in Neumünster guten Nachwuchs und müssen die jungen Leute halten.“

Etwa 40 Schulen in und um Neumünster hat das Nordjob-Team im Vorfeld aufgesucht. Auch Justine Lienesch (15) aus Kaltenkirchen hat sich vorbereitet: „Ich finde es es richtig gut, einen festen Termin und damit Ansprechpartner zu haben. Falls mir ein Anbieter gut gefällt, werde ich nach einem Praktikumsplatz fragen“, hat sie sich vorgenommen.

Da es trotz gleichbleibender Schulabgängerzahlen – in Schleswig-Holstein sind das etwa 31 000 – rückläufige Zahlen an Auszubildenden gibt, müssen sich auch die Unternehmen attraktiv zeigen. Neben demografischem Wandel wies Bock auch auf den „Studiensog“ hin und dass nach wie vor geeignete Bewerber knapp werden. Dies zeigte sich unter anderem im Handwerk : Es gab keinen Interessenten für den Beruf des Glasers, weshalb dieser Berufszweig auf der Messe nicht vertreten war. Am meisten wurden Termine vereinbart für Informationen über das Abitur, gefolgt von Interessenten an der Banklehre.


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