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Deutsches Rotes Kreuz : Vor den Feiertagen waren die Blutspender gefragt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

71 Freiwillige kamen am Sonnabend in das DRK-Haus und halfen mit, Versorgungsengpässe zu vermeiden.

Neumünster | Damit es über die Ostertage nicht zu Engpässen kommt, hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auch in diesem Jahr vorgesorgt. Zu einem Blutspende-Sondertermin mit anschließendem Osterbrunch kamen am Sonnabend 71 Freiwillige in das DRK-Haus an der Schützenstraße.

Tim Habich, Referent für Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes, erklärte den Hintergrund: „Ein Bestandteil des gespendeten Blutes ist nur vier Tage haltbar. Darum ist diese Spende heute wichtig, um eine Versorgung während der Feiertage zu gewährleisten.“

Besonders gefragt waren Personen mit der Blutgruppe Null Rhesus negativ, denn sie kommt nur bei sechs Prozent der Bevölkerung vor. „Solche Blutspenden brauchen wir dringend, denn sie werden von allen anderen Blutgruppen vertragen“, erklärte Habich.

Nachdem die Daten der Spender erfasst wurden und die Untersuchungen sowie das Arztgespräch abgeschlossen waren, konnte es mit der Blutentnahme losgehen. Für Spender Manfred Ukleja (61) war das nichts Neues, denn er feierte am Sonnabend seine 145. Blutspende. „Ich gehe regelmäßig hin. Ich habe selbst mal Blut bekommen, spende aber schon, seit ich den Führerschein habe“, sagte er. Auch Volker Borschel (69) kommt regelmäßig: „Es könnte ja sein, dass man selbst mal Blut braucht. Dann ist man auch dankbar, dass es Menschen gibt, die spenden.“

Sabine Krebs, Ehrenamtskoordinatorin beim DRK, erklärte, dass bei einem Termin im Durchschnitt 60 bis 70 Spender kommen. „Ein Großteil der Spender, nämlich über 80 Prozent, spendet regelmäßig. Rund 20 Prozent sind Erstspender“, sagte sie.

Zu denen gehörte am Sonnabend auch Samir Chawki (38), der eigentlich aus einem ganz anderen Grund vor Ort war. „Mein Kollege und ich drehen einen Beitrag für das Schleswig-Holstein-Magazin im NDR“, sagte er. Er hatte sich spontan dazu entschlossen, nicht nur über die Blutspende zu berichten, sondern selbst mitzumachen. „So kann ich das Berufliche damit verbinden, zu helfen“, sagte Samir Chawki über seinen Einsatz.

Den zeigte auch Julia Karst (33) aus der Innenstadt: „Jeder kann in die Situation kommen, in der er selbst Blut braucht. Es kann auch die Familie, die Liebsten treffen. Deswegen ist es wichtig, mitzumachen“, sagte sie und ergänzte: „Das sollte man das ganze Jahr über machen und sich diese Zeit nehmen, nicht bloß zu Ostern oder Weihnachten. So sehr tut es auch überhaupt nicht weh.“

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