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Theatervorschau : Von Frau Müller bis Peer Gynt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Theater im November bietet Dunkles, Heiteres, Lehrreiches und Musikalisches an / Sieben Termine stehen auf dem Spielplan

von
erstellt am 18.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Dunkle Tage – dunkle Geschichten: Mit einem gruseligen Hörspielkonzert nach Edgar Allen Poe greift das Theater im November ganz tief in die Gruselkiste. Allerdings steht auch Aufheiterndes auf dem Spielplan. Sieben Termine müssen sich Theaterfreunde für den November vormerken.

Zum Auftakt heißt es am Sonnabend, 2. November, „Frau Müller muss weg“, geschrieben von Lutz Hübner. Hübner ist bekannt für sein Talent, aktuelle Themen amüsant, aber mit Tiefgang auf die Bühne zu bringen: Die Eltern einer Grundschulklasse finden „Frau Müller muss weg“, denn nicht ihre ganz besonders aufgeweckten Sprösslinge sind schuld an den mangelhaften Leistungen der Klasse, sondern allein die Lehrerin. Fair und sachlich wollen sie mit ihr sprechen, doch aus guten Vorsätzen werden schnell Beleidigungen, Vorwürfe und Empörung.

Musikfreunde können sich am Sonntag, 3. November, vom Operettentheater Wien in die goldene Operetten-Ära versetzen lassen und die süffigen Melodien genießen, die Franz Lehar für sein Werk „Der Graf von Luxemburg“ (1909) schrieb.

Wer sich für gruselige Geschichten und „Gothic Jazz“ begeistern kann, kommt am Freitag, 8. November, auf seine Kosten. Das Nürnberger Midnight Story Orchestra präsentiert „Usher – Ein Hörspielkonzert“ und verarbeitet Edgar Allan Poes schaurige Erzählung „Der Untergang des Hauses Usher“ und Ray Bradburys „Usher 2036“ zu einer sehr speziellen Performance. Die packenden Stories kombiniert das sechsköpfige Orchester mit atmosphärischen Klängen, und am Rednerpult interpretiert Jasper Paulus das düstere Treiben mimisch und gestisch und schlüpft in so manche Rolle.

An ein vielschichtiges Stück Weltliteratur wagt sich das Landestheater am Mittwoch, 13. November (Werkinfo: 19.15 Uhr). Aus Mythen, Märchen, Sagen und autobiographischen Zügen montierte Henrik Ibsen 1867 das dramatische Gedicht „Peer Gynt“. Auf der Suche nach sich selbst begleiten die Zuschauer Peer, einen Fantasten und Lügner, durch die bäuerliche Welt, durch das Reich der Trolle, durch ferne Länder.

Er ist bekannt für die rätselhaft-blumigen Titel seiner Kabarettabende. Am Donnerstag, 14. November heißt es: „Wenn Worte reden könnten oder 24 Tage im Leben einer Stunde“. Ein etwas kryptischer Satz, den Jochen Malmsheimer (er war der Hausmeister in „Neues aus der Anstalt“) seinem Publikum erklären wird, was ihn sicher wieder (wie schon 2011) zu kabarettistisch-literarischen Hochleistungen treiben wird.

Zunächst spielten die koreanischen Schwestern Soo-Jin (Violine) und Soo-Kyung (Cello) als Duo zusammen. Soo-Kyong musizierte aber auch mit dem dänischen Pianisten Jens Elvekjaer. 1999 fanden sie zum Trio zusammen, gewannen hohe Auszeichnungen und musizierten an berühmten Spielstätten wie Carnegie Hall, Mozarteum Salzburg, Tivoli Concert Hall Kopenhagen. Am Montag, 18. November, Uhr interpretiert das „Trio Con Brio Copenhagen“ Werke von Grieg, Mendelssohn-Bartholdy und Tschaikowskys brillantes Klaviertrio a-moll op. 50.

Arthur Schnitzler erdachte 1920 die zehn Dialog-Szenen eines „Liebeskarussells“ und löste einen Skandal aus. „Der Reigen“ geht von der Dirne zum Soldaten, weiter zum Stubenmädchen, zum jungen Herrn, zur jungen Frau und ihrem Ehemann; weiter zum süßen Mädel, zum Dichter, zur Schauspielerin, zum Grafen und zurück zur Dirne. „Der Reigen“ drückt die ewige Suche nach einem Fünkchen Liebe aus. Natürlich ist auch knisternde Erotik dabei, aber immer dann, wenn es zur Sache geht, stehen bei Schnitzler drei Gedankenstriche. Das Landestheater zeigt seine Interpretation am Donnerstag, 28. November (Werkinfo: 19.15 Uhr) im Theater in der Stadthalle.




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