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Holsteinischer Courier

13. Dezember 2017 | 01:04 Uhr

Baumesse : Von Brücken und Wohnungsbedarf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die 60. Nordbau beginnt morgen: 846 Aussteller präsentieren wieder Neuheiten aus dem Baubereich. 65 000 Besucher werden erwartet

shz.de von
erstellt am 08.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Neumünster | Morgen startet die 60. Nordbau auf dem Gelände der Holstenhallen. Zur größten kompakten Baumesse in Norddeutschland mit 846 Ausstellern aus 17 Ländern werden auch dieses Jahr wieder 65  000 Besucher erwartet. Im Fokus stehen dieses Mal Brücken und das Thema Wohnungsbedarf.

Torsten Conradt, Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr forderte gestern auf der Tagespresse-Konferenz von der Politik jährlich 90 Millionen Euro mehr für den Unterhalt der Straßen und Brücken im Land über mindestens zehn Jahre. In der Vergangenheit sei es bei öffentlichen Ausschreibungen immer nur um den günstigsten Preis gegangen, deshalb seien viele Bauwerke jetzt bereits marode. Das könne so nicht weitergehen. „Wir müssen uns künftig auch um die Nachhaltigkeit kümmern und die Qualität unserer Bauwerke verbessern“, sagte er. Die Verkehrspolitik des Bundes rügte Conradt indirekt. Zwar gehe es bei Projekten wie dem Ausbau der B 5 zwischen Itzehoe und Wilster oder der Lärmschutzwand an der A1 bei Bad Schwartau voran. Die aktuelle Anfrage des Bundes, ob die Hinterlandanbindung der Fehmarnbelt-Querung nicht geteilt und damit weiter in die Zukunft geschoben werden kann, zeige aber, dass der Norden noch nicht die erforderliche Aufmerksamkeit bekomme.

Harald Peter Hartmann, Vizepräsident der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein, stieß ins gleiche Horn. „Die Politik muss nachbessern und mehr Geld für Straßen und Brücken zur Verfügung stellen – und das nicht immer nur für eine Legislaturperiode“, sagte er und regte eine „Agenda 2025“ an. Darin sollten Perspektiven für den Mittelstand aufgezeigt werden. Wie Conradt verwies er auf den gestiegenen Schwerlastverkehr, der die Straßen im Land belaste. Die Zahl der Schwerlasttransporte habe sich in den vergangenen 20 Jahren verzwanzigfacht.

Dietmar Walberg, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, forderte, die Normen im Baubereich zu überprüfen. Immer schärfere Verordnungen, etwa bei der Energieeinsparung, trieben nur die Baukosten in die Höhe, hätten aber kaum messbare Wirkungen. Die Standards müssten differenzierter betrachtet werden.

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