Konzert in der Vicelinkirche Neumünster : Von Barockmusik verzaubert

Der Bach-Chor begeisterte mit Solisten und dem „Concerto Lübeck“ unter der Leitung von Dr. Karsten Lüdtke.
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Der Bach-Chor begeisterte mit Solisten und dem „Concerto Lübeck“ unter der Leitung von Dr. Karsten Lüdtke.

130 Besucher kamen zum Konzert des Bach-Chors / Streicher des „Concerto Lübeck“ und Solisten unterstützten

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09. Januar 2018, 10:15 Uhr

Neumünster | Der Bach-Chor Neumünster ist rege und begeistert mit vielen Konzerten, so zuletzt am vergangenen Sonntag in der Vicelinkirche mit seinem Neujahrskonzert. Gut 130 Besucher kamen am Tag nach dem Dreikönigstag in die evangelisch-lutherische Kirche beim Kleinflecken, um „ihren“ Bach-Chor mit starken Begleitern zu erleben.

Für ein rundes Gelingen trugen die ausgezeichneten Streicher des „Concerto Lübeck“ mit der Konzertmeisterin Anna Melkonyan sowie die extra angereisten fünf Solisten bei. „Wir nehmen Sie mit nach Italien und hoffen, Sie lassen sich von der Barockmusik verzaubern“, wünschte eingangs Pastorin und Bach-Chor-Sängerin Simone Bremer mit Hinweis auf das Programm.

Das eröffnete mit dem „Weihnachtskonzert“ von Arcangelo Corelli (1653-1718), auf das der Weihnachtshymnus „Jesu, redemptor omnium“ von Pietro Paolo Bencini (1675-1755) folgte. Hier bewies die Sopranistin Elisabeth Holmertz aus Oslo ihr gewaltiges Stimmvolumen, das sich mühelos in der großen Kirche ausbreitete. Gespannt lauschte das Publikum den schönen Stimmen und spendete nach jedem Stück lauten Applaus. Besonders reizvoll waren die Einsätze der Instrumente, die aus Streichern samt Harfe und Cembalo bestanden.

Aufmerksamkeit zog Michael Freimuth auf sich, der die barocke Laute spielte. Von dem für sein wildes Leben berüchtigten Komponisten Alessandro Stradella (1639-1682) hatte der Leiter des Bach-Chors und Dirigent des Concerto Lübeck, Dr. Karsten Lüdtke, die beiden Weihnachtskantaten „Si apra als riso“ und „Ah, ah, troppo è ver“ ausgewählt.

Die deutsche Übersetzung der Gesänge im Programmheft lieferte den Besuchern nicht nur den Inhalt der Diskussion zwischen Teufel, Engeln und Hirten, sondern gab auch einen interessanten Einblick in die barocke Sprache Stradellas.

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