Vom Umgang mit den Flüchtlingen in Boostedt

Engagiert: Ursula Bartling (von links), Hans-Günter und Anke Sieh beurteilten das Seminar positiv. Sie gehören dem Arbeitskreis Flüchtlingspartnerschaft an.
Engagiert: Ursula Bartling (von links), Hans-Günter und Anke Sieh beurteilten das Seminar positiv. Sie gehören dem Arbeitskreis Flüchtlingspartnerschaft an.

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14. April 2015, 13:06 Uhr

Der Verein Willkommen in Boostedt (WiBo) hatte am Sonnabend zu einem Informationsseminar über den Islam in die Mensa der Schule geladen. 22 Interessierte aus dem WiBo sowie aus dem Arbeitskreis Flüchtlingspartnerschaft (AKFP) der Kirchengemeinde waren dabei. Durch Studienkontakte der 2. WiBo-Vorsitzenden Julika Kundikow standen hier Khasim Muhammad, seine Frau Rana Al Issawi und deren Mutter Claudia Al Issawi Rede und Antwort, allesamt Kenner der arabischen Kultur.

Wie und wem gibt man die Hand? Kann man aus dem Islam austreten? Fragen zur Religion wurden ebenso offen beantwortet wie zu Umgangsformen und dem Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Erste Erfahrungen hatte der AKFP schon bei einem Treffen mit den Flüchtlingen gemacht. „Das war schön. Wir waren begeistert. Aber nun weiß ich, dass sich Männer und Frauen nicht einfach so die Hand geben“, erzählte Anke Sieh (70), die sich gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Günter (75) für die Flüchtlinge engagiert. „Es ist wichtig, dass wir etwas über die Gepflogenheiten und Regeln in den Ländern wissen. Aber verbiegen müssen wir uns nicht“, meinte auch Ursula Bartling.

Bestätigt wurde das auch von Maria von Glischinski (Leiterin des DRK-Betreuungsverbandes in Boostedt) und ihrem Kollegen Kai Künstler aus Neumünster. Sie berichteten im zweiten Teil der Veranstaltung, dass sich die Bewohner sehr über die freundliche Aufnahme im „Café Welcome“ gefreut hätten. Auch ansonsten laufe der Alltag in der Aufnahmestelle zunehmend runder, sagten sie. In einigen Tagen werden es etwa 100 Personen sein, die in Boostedt untergebracht seien.

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