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Kinobühne : Vom kuriosen Eimersee und Willi, dem Helden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Kinobühne: „Kurzfilmrolle unterwegs“ zeigt komische und poetische Filme von Regisseuren aus Schleswig-Holstein / Courier verlost Karten für die Abendvorstellung

Neumünster | Die Kultveranstaltung Kinobühne geht in die nächste Runde: Am Dienstag, 20. Dezember, kommt der Weihnachtsklassiker in die Stadthalle: Zu Gast ist die beliebte „Kurzfilmrolle unterwegs“ . Wie gewohnt, gibt es zwei Vorstellungen um 17.30 und um 20 Uhr; die Zuschauer sitzen auf der Bühne des Theaters – Einlass ist über den Bühneneingang.

Die Kurzfilmrolle tourt sehr erfolgreich seit 30 Jahren mit kurzen Filmen aus Schleswig-Holstein durch das ganze Land. Die beliebte Tournee vom Landesverband Jugend und Film ist damit bundesweit wohl die längste und älteste Kurzfilminitiative, die es kontinuierlich seit mehr als drei Jahrzehnten gibt.

Die Kurzfilmrolle 2016 ist wieder eine besondere Mischung aus wunderbaren Werken von Filmschaffenden aus dem Land mit einer großen Bandbreite von komischen, fantastischen und poetischen Geschichten. Der international erfolgreiche und mehrfach preisgekrönte Film „Eimersee“ erzählt die skurrile und inzwischen legendäre Erfindung eines Sees bei Eckernförde: Mit einfachen Mitteln erschuf Michael Packschies, der Naturschutzbeauftragte der Stadt Eckernförde, im Dezember 1990 einen See, der sich zu einem schützenswerten Biotop mit enormer Tier- und Pflanzenvielfalt entwickelt hat.

Zu sehen ist auch der liebevoll gestaltete und berührende Animationsfilm „Planet Willi“. Willi ist ein behindertes Kind – und aus Sicht seiner Schwester nicht von der Erde. „Als Willi geboren wurde, kam er von ganz weit, von einem tollen Planeten, auf dem es zum Beispiel keine Krankheiten gibt“, schildert Filmemacher Sören Wendt. Deswegen ist Willi natürlich nicht vorbereitet, als er hier auf der Erde krank wird. Willis kleine Schwester weiß, dass Willi etwas Besonderes ist. Und auch wenn sich manchmal andere Kinder über Willi lustig machen und die Eltern viele Sorgen haben, möchte doch keiner jemals wieder auf Willi verzichten. Der Kurzanimationsfilm von Sören Wendt basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Birte Müller. Wendt gelingt es dabei, die entzückend naiv gezeichneten Bilder der Vorlage in das Medium Film zu übertragen. Die kindliche Erzählerstimme, die Willis Schwester verkörpert, vermittelt auch schon den kleinsten Zuhörern verständlich die Geschichte eines kleinen Jungen, der das Down-Syndrom hat. Doch diese Information, die für erwachsene Augen deutlich sichtbar ist, spielt für Kinder nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist es, Toleranz und Verständnis aufzubauen und die Zuschauer für das Besondere zu sensibilisieren, das in jedem Menschen steckt – ein besonderer Film über einen kleinen Helden.

Mit dabei ist auch der witzig-absurde Publikumsliebling „Wolfgäng“, der von dem unbekümmerten Helden der Geschichte erzählt, der alles tut, um sein Moped zu retten. Das Filmteam erhielt beim „Nur 48 Stunden-Wettbewerb“ 2016 gleich zwei Preise. Eine Musicalparodie, ein eindrucksvolles dokumentarisches Porträt sowie weitere originelle Kurzfilme sind auch zu sehen.

Moderiert und begleitet wird die Kurzfilmrolle wie immer vom Filmemacher und Kameramann Claus Oppermann („Schnee von gestern“),   der viel über die Filme und ihre Hintergründe zu berichten weiß – und garantiert mit Ahoi-Brause.

Es gibt noch Karten für diese Vorstellungen (4 Euro, Kulturbüro, Tel. 9 42 33 16). Der Courier verlost drei mal zwei Karten für die Abendvorstellung. Dafür müssen Leser eine Frage beantworten: In der Nähe welcher Stadt liegt der Eimersee? Wer die Antwort am Montag, 19. Dezember, in der Zeit von 12 bis 13 Uhr mit dem Betreff „Kinobühne“ an die Mailadresse redaktion.neumuenster@shz.de schickt, hat Chancen.

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erstellt am 18.Dez.2016 | 09:00 Uhr

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