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Kabarett im Statt-Theater : Vom Eierschneider zum Hämorrhoiden-Mittel

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei der 12. und zugleich letzten Folge von „Kabarett spätzial“ hatte Axel Pätz drei unterschiedliche Kabarettisten im Programm und viele Lacher.

Neumünster | Das war’s: Die 12. und zugleich letzte Folge von „Kabarett spätzial“ mit Axel Pätz und Gästen bot am Mittwoch im Statt-Theater noch einmal Lacher und Pointen ohne Ende – und sorgte damit für Erheiterung, aber auch für Nachdenklichkeit bei den rund einhundert Gästen. Mit Thomas Kreimeyer (Wiesbaden), Martin Herrmann (Ulm) und Felix Oliver Schepp (Hamburg) hatte Pätz drei recht unterschiedliche Typen im Programm. Kreimeyer beispielsweise unterhielt nicht das Publikum, sondern unterhielt sich mit dem Publikum. In seiner Konversation nahm er einige Zuschauer aufs Korn, und ganz gleich, was sie ihm antworteten, er setzte weitere Nadelstiche, um diese aus der Reserve zu locken. Was ihm prächtig gelang. „Ich bin gerade dabei, mich selbstständig zu machen“, meinte ein Gast auf seine Frage nach dem Beruf. Kreimeyer: „In ihrem Alter kann man das auch erwarten.“

Einen Höhepunkt setzte Martin Herrmann mit seiner Musik auf einem zehnsaitigen Eierschneider. Wie er aus dem Küchengerät tibetanische Gebetsklänge oder auch melodischen Jazz zauberte, war ein akustischer Hörgenuss. Seine Songs auf der Gitarre wie „Handy im Ohr, Löffel in der Suppe“ oder „Runter mit der Pille, Schwänzchen in die Höh“ honorierten die Gäste mit Applaus. Als Bayer zielte er auch auf das Medikament Allgäuer Latschenkiefer. Es helfe gegen alles, meinte er, auch als Aftershave gegen Hämorrhoiden. Den Frauen rief der Jüngste im Bunde, Felix Oliver Schepp, zu: „Wenn ihr denkt, wir Männer sprechen nicht über unsere Gefühle, dann lest Auto-Bild.“ Anschließend rappte er eine erotische Analyse des Bremskraftverstärkers.
Gastgeber Axel Pätz führte sich mit einem Lied zu den zahlreichen Splitterparteien in der europäischen Landschaft ein. Denn irgendwo werde immer gewählt, meinte er. Den totalen Lacher produzierte er aber, als er die von seiner Tochter geschenkte Schlafbrille vorführte: ein aus synthetischem Fell gestalteter Katzenkopf. Auch die anderen Gäste durften sie probieren. Kreimeyer lehnte dankend ab.

Pätz, so seine Aussage, werde in nächster Zeit verstärkt auf verschiedenen Bühnen in Hamburg zu sehen sein.

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