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Holsteinischer Courier

19. September 2017 | 15:45 Uhr

Bissee : Vom brütenden Huhn bis zum Sehkanal

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

14 Künstler präsentieren bis Mitte Oktober ihre Werke Tag und Nacht mitten im Dorf.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Bissee | Stolz weist die Bronze-Axt des dänischen Künstlers Kent Holm den Weg für alle Freunde der schönen und ästhetischen Dinge. Vom 21. bis zum 15. Oktober heißt es wieder offene Kunst in Bissee, wobei sich das offen sowohl auf die Inhalte wie auch auf den Ausstellungsraum bezieht.

Die bereits zum 19. Mal stattfindende Skulpturenausstellung schließt das gesamte Dorf unter freiem Himmel ein, säumen doch fortan wieder stolze Figuren, sympathische und verschrobene Objekte und auch so manches ominöse Kunsträtsel die Wege zwischen Eider und grasenden Kühen. Heute lädt der Verein „Skulptur in Bissee“ um 16 Uhr auf den Hof Reese, Eiderstraße 21, zur Eröffnung ein. Gastredner ist Biobauer und Autor Matthias Stührwoldt. Für Musik sorgt die Bigband der Immanuel-Kant-Schule.

Vierzehn Künstler sind diesmal dabei. „Wir wissen bis zuletzt selbst nicht so genau, wohin sich die Ausstellung entwickeln wird“, erklärt Karin Russ vom Skulpturenverein Bissee die wagemutige Methode, Künstler und ihre Werke für die Freiluftausstellung zu gewinnen. Und auch diesmal gilt es, die Neugier und die Aufgeschlossenheit beim Rundgang einzuschalten und sich einzulassen auf so manch ungewöhnliche Darbietung. Da sind zum Beispiel „Tausend Augen“ des Bremers Johann Behrends. Hier schlängeln sich eine Handvoll „Sehkanäle“ bedrohlich aus einem simpel gebauten Haus. Oder die skurrile „Kopf-Landschaft“, wo wiederum Johann Behrends ein vorwitziges Gesicht aus Tessiner Marmor erschaffen hat. „Frau Lee und Fräulein Luv“ dagegen kämpfen ständig gegen imaginären Wind, und ihre Erschafferin Isabel Lange aus Lehmkuhlen hat sie bewusst aus Eisen gemacht.

Höhepunkt der Symbiose zwischen Kunst und Natur ist die Installation „.  .  . pssst – ich brüte“ der aus der Schweiz stammenden und jetzt in Westensee lebenden Christin Karbaum. Eine meckernde Ziege, ein Huhn, das ein Spiegelei ausbrütet, und viele andere tierische Gesellen drumherum sind die Zutaten für ihr Erlebnisobjekt.

Die Ausstellung ist rund um die Uhr, bei freiem Eintritt und jedem Wetter zu besichtigen. 

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