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Künstlerhaus Stadttöpferei : Volles Programm im Jubiläumsjahr

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Künstlerhaus Stadttöpferei am Fürsthof wird 30 Jahre alt. Gefeiert wird unter anderem mit einer Sonderausstellung im September.

Neumünster | Das Künstlerhaus Stadttöpferei am Fürsthof feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag. Um das runde Jubiläum gebührend zu begehen, hat sich die künstlerische Leiterin Danijela Pivaševic-Tenner diverse Programmpunkte ausgedacht, die ihren Höhepunkt in einer Sonderausstellung im September finden werden.

Der Startschuss für die Feierlichkeiten fällt am kommenden Freitag, 24. Februar, um 18 Uhr mit der Eröffnung der Jahresausstellung. Zu sehen sind bis zum 4. März die Arbeiten von neun Künstlern, die im vergangenen Jahr jeweils für einen Monat im Künstlerhaus gelebt und gearbeitet haben. Das Programm mit dem Titel „Ceramic Artist in Residence“ wurde 2016 erstmals leicht verändert und trägt seitdem den Namen „Ceramic Artist Exchange-Tandem“. Eine Neuerung des Konzeptes war, dass sich erstmals Künstler aus allen Altersklassen bewerben durften. Zuvor lag die Grenze bei 38 Jahren. Jeweils zwei Personen, bestehend aus einem älteren und einem jüngeren Künstler, bilden ein Tandem und können von den jeweiligen Erfahrungen des anderen profitieren. Träger der Einrichtung ist die Dr.-Hans-Hoch-Stiftung, weitere finanzielle Unterstützung kommt von der Stiftung der Sparkasse Südholstein, der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und der Wobau Neumünster.

Die Gastkünstler für die kommenden Monate stehen bereits in den Startlöchern. „Uns haben 116 Bewerbungen aus 37 Ländern erreicht, da war die Auswahl schwer“, sagt Danijela Pivaševic-Tenner. Zu den Jury-Mitgliedern zählte unter anderem Johanna Göb, der die Entscheidung ebenfalls nicht leicht fiel: „Wir haben natürlich viel diskutiert. Es wurde unter anderem darauf geachtet, dass die Bewerber ein klares Konzept haben. Aber uns war auch wichtig, dass Künstler aus Ländern berücksichtigt werden, die es nicht so leicht haben wie die aus Amerika oder Großbritannien.“

Stadtrat Carsten Hillgruber war ebenfalls Teil der Jury. „Es war sehr beeindruckend zu sehen, wie unterschiedlich die Bewerber mit dem Thema Keramik umgehen. Es ist wichtig, dass wir als Stadt eine solche Einrichtung haben. Dass sich so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern bewerben, zeigt, dass weltweit wahrgenommen wird, was hier in Neumünster passiert“, sagt er. Ähnlich sieht es auch Johanna Göb: „Wenn eine solche Einrichtung seit 30 Jahren besteht, dann sieht es aus wie eine Selbstverständlichkeit. Aber wir müssen dafür auch immer wieder kämpfen und erklären, was hier passiert. Wir können keine weltweiten Werbekampagnen machen – trotzdem spricht sich das Ganze durch Mund-zu-Mund–Propaganda herum.“

Die neuen Gastkünstler werden von März bis November in Neumünster wohnen und arbeiten. Mit dabei sind in diesem Jahr Künstler aus Rumänien, Korea, China, den Niederlanden, USA, Japan, Ägypten, Indonesien, Argentinien und Indien. Den Auftakt machen am 8. März Delia Maxim (Deutschland/Rumänien) und Ahryun Lee (Deutschland/Korea). Sie präsentieren ihre Werke am Freitag, 31. März, ab 18 Uhr.

Vom 8. September bis 1. Oktober ist eine Sonderausstellung mit dem Titel „30 Jahre Künstlerhaus“ geplant. „Wir werden uns Mühe geben, etwas ganz Tolles auf die Beine zu stellen“, kündigt Danijela Pivaševic-Tenner an. Auch Johanna Göb will noch keine Einzelheiten verraten. Nur so viel: „Die Ausstellung wird in den Kunstflecken eingebunden und über eine reine Keramik-Präsentation hinausgehen.“ Der Eintritt zu allen Veranstaltungen und Ausstellungen im Künstlerhaus ist frei.

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erstellt am 22.Feb.2017 | 08:30 Uhr

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