Schillsdorf : Volles Haus für Ulrike Witte

Ulrike Witte aus Nahe  predigte in Bokhorst. Sie hat sich für die Stelle in der Heilig-Geist-Kirchengemeinde beworben.
Ulrike Witte aus Nahe predigte in Bokhorst. Sie hat sich für die Stelle in der Heilig-Geist-Kirchengemeinde beworben.

Die Pastorin stellte sich in einem Gottesdienst der Bokhorster Kirchengemeinde vor.

shz.de von
11. November 2014, 06:45 Uhr

Schillsdorf | Sonntag gehörte die Heilig-Geist-Kirche zu Bokhorst für gut eine Stunde lang ganz Pastorin Ulrike Witte aus Nahe. Die 53-jährige Pastorin hat sich als Nachfolgerin des ehemaligen Bokhorster Pastors und jetzigen Propstes Erich Faehling um die Pfarrstelle in der Gemeinde beworben. Sie ist die einzige Kandidatin.

Erst vor einer Woche wurde Erich Faehling verabschiedet. Insgesamt sind dabei für die Renovierung des Kirchengemeindehauses bei der Kollekte stolze 1019 Euro zusammengekommen. Mit zwei Sonderspenden wurden es sogar 2269 Euro, dankte Herbert Beyring aus dem Kirchengemeinderat für die Unterstützung.

Nun stellte sich Ulrike Witte als mögliche Nachfolgerin vor. Viele Neumünsteraner aus Wittorf und aktuell aus der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde kennen die 53-Jährige, die zurzeit zwei halbe Pfarrstellen betreut, eine in Neumünster und eine in Nahe. „Besonders die langen Fahrzeiten zwischen Nahe und Neumünster sind schon eine Belastung“, meinte Ulrike Witte im Gespräch beim Bokhorster Kirchencafé nach dem Gottesdienst. Noch einmal in Bokhorst ganz neu anfangen, das scheut die geschiedene Mutter von drei erwachsenen Kindern nicht. Die Pfarrstelle in Bokhorst wäre für sie eine willkommene Herausforderung. Vieles in Bokhorst ist neu, so etwa die aktive Pfadfindergruppe. „Das muss wachsen“, meinte Ulrike Witte, die für bewährte Traditionen auch in Bokhorst offen bleiben will.

Bei der Bokhorster Kirchengemeinde hat die Bewerberin jedenfalls gepunktet. „Schöne Predigt, wenn auch etwas viel Stasi und DDR“, meinten die Bokhorster. Aber das sei dem Datum 9. November geschuldet.

Neu und anders war die Musik zum Gottesdienst, denn Ulrike Witte hatte Unterstützung von ihrem Sohn. Albrecht-Sebastian Witte-Rebehn ist studierter Kirchenmusiker und hatte sich extra aus Soltau auf den Weg gemacht, um den Vorstellungsgottesdienst seiner Mutter in Bokhorst auf der Orgel zu begleiten. Ihren Gottesdienst konnte Ulrike Witte in einer gut gefüllten Kirche halten. Weit über 100 Leute waren gekommen, um die mögliche neue Pastorin kennenzulernen.

Der Kirchengemeinderat tagt am 27. November und wird dann über die Bewerbung von Ulrike Witte abstimmen.



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