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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 00:22 Uhr

Rickling : Volksbank in Rickling schließt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum Jahresende wird die Filiale aufgelöst.

Rickling | „Diese Nachricht war wie ein Schlag in den Bauch.“ So kommentierte Ricklings Bürgermeister Christian Thomann (ABR) die Tatsache, dass die Volks- und Raiffeisenbank Neumünster ihre Filiale vor Ort zum 1. Dezember schließen wird.

Von dieser Entscheidung unterrichtet wurde Thomann in der vergangenen Woche vom Vorstand der Bank. „Es soll zwar noch Gespräche geben, ob – zum Beispiel durch einen Serviceterminal – noch gewisse Dienstleistungen angeboten werden können. Aber die Schließung als solche steht fest“, erklärte der Bürgermeister resigniert. Damit fehlt nach der Schließung der Arztpraxis und der Verkleinerung der Schule im Jahr 2012 nun auch ein Geldinstitut vor Ort. Denn die Sparkasse hat ihre Geschäftsstelle in Rickling schon vor Jahren geschlossen.

„Wir werden zwischen Trappenkamp und Wahlstedt zerrieben und haben kaum eine Chance, dem entgegenzuwirken. Denn egal was wir zur Entwicklung der Gemeinde anstoßen – der Regionalplan lässt weder größeres Gewerbe noch relevante Baulandflächen zu“, erläuterte Thomann enttäuscht.
 Zur Schließung erklärte Bankvorstand, Dirk Dejewski: „Zum Einen ist die mit drei Mitarbeitern besetzt Filiale schon lange nicht mehr wirtschaftlich, da man pro Berater mit 700 bis 800 Kunden rechnen muss. Das heißt, es bräuchte in Rickling rund 2500 Kunden. Doch wir führen dort nur 1300 Personen. Außerdem geht die Leiterin Renate Hübner nach 49 Jahren in der gleichen Geschäftsstelle nun in den Ruhestand. Und ihre Stellvertreterin Alexandra Stahl hat sich nach Einfeld beworben“, sagt Dirk Dejewski. Als bekanntes Gesicht werde Stefan Naeve den Ricklingern allerdings entweder in Trappenkamp oder in Wahlstedt erhalten bleiben. „Denn diese Geschäftsstellen werden wir im kommenden Jahr personell, auch im Hinblick auf die Ricklinger Kundschaft, weiter ausbauen.“

Mit den Kunden soll in den nächsten Wochen in Einzelgesprächen geklärt werden, zu welcher Filiale sie wechseln möchten. „Denn“, so Dirk Dejewski, „die Volksbank bleibt die Filialbank vor Ort. Auch wenn diese ab 2017 nicht mehr 19, sondern nur noch 18 Geschäftsstellen zählt.“ 

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