Szene-Kneipe in Neumünster : Vivano-Übernahme ist gescheitert

Im Vivano sind die Türen geschlossen. Wie es dort weitergeht, ist derzeit offen. Verhandlungen über eine Übernahme sind gescheitert.
Im Vivano sind die Türen geschlossen. Wie es dort weitergeht, ist derzeit offen. Verhandlungen über eine Übernahme sind gescheitert.

Die Szene-Kneipe Vivano ist insolvent. Die Verhandlungen mit einem privaten Investor über eine Übernahme sind gescheitert.

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18. Juli 2014, 08:00 Uhr

Die Zukunft der Szene-Kneipe Vivano am Kuhberg ist weiter ungewiss. Verhandlungen mit einem privaten Investor über eine Übernahme der insolventen Gaststätte sind gescheitert. Das bestätigte jetzt der Hamburger Insolvenzverwalter Viktor von Websky.

Die beliebte Lokalität auf der Kieler Brücke zwischen Großflecken und Kuhberg ist seit dem 30. Juni geschlossen, ein Zettel im Fenster weist Gäste und Passanten darauf hin, dass Café und Bar in der bisherigen Form nicht wieder öffnen werden. In regelmäßigen Abständen hatten dort unter dem Motto „Die offene Bühne für Neumünsters Musiker“ auch Konzerte stattgefunden.

Die Inbam GmbH, die das Vivano betreibt, hatte am 14. Mai Insolvenzantrag gestellt. Bis Ende Juni konnte der Betrieb noch weitergeführt werden. In dieser Zeit wurden Sanierungsmaßnahmen überprüft. „Es gab ein Konzept eines Interessenten, der das Geschäft gerne übernommen hätte, allerdings ist es am Ende nicht zu einer Einigung mit der Eigentümergemeinschaft gekommen, die das Haus vermietet“, sagte Viktor von Websky gegenüber dem Courier.

Das Geschäftsmodell sollte in bestimmten Punkten geändert werden. Angedacht waren eine leicht geänderte Speisekarte sowie neue Öffnungszeiten. „Der Interessent wollte sich in erster Linie auf das Nachmittags- und Abendangebot konzentrieren. Durch die Bäckerei unter dem Vivano war die Konkurrenz besonders im Frühstücksbereich einfach zu groß. Das Geschäft war am Ende einfach nicht mehr profitabel“, so von Websky.

Über die weiteren Pläne für die Lokalität wollte der Rechtsanwalt gestern keine Angaben machen. „Es soll wohl neue Interessenten für die Räume geben, Näheres kann ich dazu allerdings nicht sagen. Da habe ich letztendlich auch keine Karten mehr drin“, sagte von Websky.

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