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Grossenaspe : Vierhändiges Orgelspiel begeisterte die Zuhörer

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beim Konzert in Großenaspe durfte das Publikum sich Titel wünschen.

Grossenaspe | Im wahrsten Sinne des Wortes ein fantastisches Konzert erlebten rund 130 Besucher am Sonnabend beim elften Orgelzyklus in der Großenasper Katharinenkirche mit dem Organistenehepaar Anne-Katrin und Manuel Gera aus Hamburg. Der an der Hauptkirche St. Michaelis wirkende Kirchenmusikdirektor forderte das Publikum zu Beginn des Programms auf, sich Lieder und Themen zu wünschen, die er anschließend als Improvisationen vortrug. Als Teil des Konzertes erklangen so Fantasien, unter anderem zu den Liedern „Bei dir, Jesu will ich bleiben“ von Carl Johann Philipp Spitta (1801 - 1859) und „Heilig, heilig, heilig“ aus der Deutschen Messe von Franz Schubert (1797 - 1828).

Doch nicht nur Geras spontanes Spiel erhielt anerkennenden Beifall. Weitaus mehr Applaus bekamen die Organisten allerdings für ihre vierhändige Aufführung der romantisch-verspielten Werke „Ein Stück für ein Orgelwerk in einer Uhr“ (KV 594) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) und dem „Adagio für die Flötenuhr“ von Ludwig van Beethoven (1770 - 1827), die, so wusste Manuel Gera zu berichten, eigentlich für das mechanische Abspielen über Walzen komponiert wurden.

Am Ende stellte jedoch die gleichzeitig an der Marcussenorgel von Manuel Gera auf der Empore sowie an der Digitalorgel in der Sakristei von Anne-Katrin Gera gespielte „Toccata und Fuge d-Moll“ (BWV 565) von Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) das bis dahin Gehörte noch einmal in den Schatten. Und so war es kein Wunder, dass die exzellenten Akteure für ihr außergewöhnliches „Wunschkonzert“ nicht mit lautem Klatschen, sondern auch mit begeistertem Fußgetrappel gefeiert wurden.

Das dritte Konzert der Reihe „Orgel plus“ bestreiten am 11. März (16 Uhr) Tanja Becker-Bender (Violine) und der Organist Gerhard Löffler, Kirchenmusikdirektor an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi.


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