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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 01:02 Uhr

Vier-Sterne-Hotel: SPD will Aufklärung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erster Investor soll schon wieder abgesprungen sein / Ratsversammlung hat heute Mammut-Tagesordnung mit 50 Punkten abzuarbeiten

von
erstellt am 27.Aug.2013 | 00:35 Uhr

Das geplante Vier-Sterne-Hotel neben der Stadthalle beschäftigt heute erneut die Ratsversammlung. Sie tagt ab 17 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses. Die SPD möchte in einer kleinen Anfrage von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras wissen, wie weit die Planungen gediehen sind.

Die Ratsversammlung hatte im April im nichtöffentlichen Teil ihrer Sitzung den Verkauf eines knapp 1100 Quadratmeter großen Grundstücks direkt neben der Stadthalle zugestimmt. Nach Courier-Informationen wollte eine Projektgesellschaft aus Hamburg auf dem Gelände, das zurzeit als Parkplatz von C & A genutzt wird, und einem Nachbargrundstück ein Vier-Sterne-Hotel mit 130 Betten bauen.

„So viel, wie wir gehört haben, soll der erste Investor schon abgesprungen sein. Aber das ist ein Gerücht“, sagte SPD-Fraktionschef Uwe Döring gestern auf Courier-Nachfrage. Es solle möglicherweise schon neue Interessenten geben, das Grundstück aber noch nicht verkauft sein, so Döring. Genau diese Punkte möchte die SPD beantwortet haben, die im April gegen einen Verkauf gestimmt hatte (der Courier berichtete).

Jetzt möchte die SPD wissen, ob die Investoren eine Mitnutzung der Stadthalle planen und ob gar ein „Verkauf beziehungsweise Teilverkauf der Stadthalle“ geplant sei. Döring: „Ein Verkauf der Stadthalle ist mit der SPD nicht zu machen.“ Die Stadthalle sei nie ein sozialdemokratisches Kind gewesen, gehöre aber mit dem Theater zur Daseinsvorsorge in Neumünster. „Wir bekommen keine Auskünfte, deswegen gibt es jetzt die kleine Anfrage“, sagte Döring.

Weitere Themen der Ratsversammlung sind unter anderem:

> SPD, Grüne und BFB/Piraten beantragen, dem Kreissportverband befristet für zwei Jahre eine halbe Personalstelle (höchstens 25 000 Euro) zur Umsetzung des Sportentwicklungsplans zur Verfügung zu stellen. In der vergangenen Legislatur waren zwei unterschiedliche Vorstöße in dieser Angelegenheit gescheitert.

> Neuwahl des Jugendhilfeausschusses. Diese Wahl ist nötig geworden, da der
Ausschuss nicht korrekt besetzt war.

> CDU, FDP und BFB/Piraten wollen das Vorhaben, die Mühlenhofschule in eine offene Ganztagsschule umzuwandeln, aussetzen. Die SPD hatte im Schulausschuss einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag von CDU, FDP und BFB/Piraten vertagen lassen.

> Spannend könnte es beim städtischen Betriebskostenzuschuss für das Museum Tuch + Technik werden. Anders als der Schul-, Kultur- und Sportausschuss hatte der Finanzausschuss auf die Bremse getreten. Der Vertrag solle nicht auf fünf, sondern nur auf drei Jahre abgeschlossen werden.

> Für Pfeffer könnte auch das Thema Tourismusmarketing sorgen. Sowohl Organisationsform als auch Verlängerung der Planstelle der Tourismusmanagerin sind umstritten.

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