Neumünster : Viele Wege führen in den Job

Emine Aksoy (links) und Najem Saja stellten ihren Traumjob, den der Friseurin, vor. Fotos: Kierstein
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Emine Aksoy (links) und Najem Saja stellten ihren Traumjob, den der Friseurin, vor. Fotos: Kierstein

Eine Berufsinformationsmesse an der Walther-Lehmkuhl-Schule zeigte den Schülern: Das Studium ist nicht der einzige Weg nach dem Abitur.

shz.de von
13. September 2018, 13:06 Uhr

Nachdem die Schulzeit beendet ist, stehen viele junge Menschen vor einer wichtigen Weichenstellung: Was jetzt, eine Ausbildung oder doch lieber studieren? Und wenn die Wahl auf ein Studium fällt, welche Hochschule bietet welche Möglichkeiten? Fragen über Fragen, die es zu beantworten gilt. Um den Schülern dabei zu helfen, haben Andreas Ohrt und Carsten Böttger von der Walther-Lehmkuhl–Schule (WLS) eine Berufsinformationsmesse in der Mehrzweckhalle organisiert.

„Wir haben gezielt alle Gemeinschaftsschulen angesprochen, damit auch sie ihre Schüler zu uns schicken können“, sagte Ohrt. Im Zentrum der Messe stand das Knüpfen von Kontakten. „Es ist immer gut, wenn man schon einmal ein Gesicht zu dem potenziellen Arbeitgeber gesehen hat“, erklärte Böttger.

Bei der Organisation haben die Lehrer darauf Wert gelegt, dass nicht nur die Möglichkeit des Studiums bei der Messe vertieft wird. Auch Ausbildungen wurden thematisiert. So waren Vertreter der Polizei, der Bundeswehr, aber auch der Stadt Neumünster und des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein mit einem Stand vertreten. „Es gibt ja oft mehrere Möglichkeiten, in einen Job einzusteigen. Bei der Bundeswehr braucht man nicht zwingend Abi. Da gibt es ja auch andere Möglichkeiten“, erklärte Böttger.

„Auch mit dem ersten allgemeinbildenden Schulabschluss kann man in den Beruf starten. Dafür haben wir hier verschiedene Ansprechpartner“, ergänzte Ohrt. So informierten die Berufsschülerinnen Emine Aksoy und Najem Saja über ihren Beruf, den der Friseurin. „Vor allem die Kreativität in diesem Job hat mich immer fasziniert“, so Emine Aksoy. Auch ihre Kollegin Najem Safa ist begeistert von dem Beruf. Gekonnt frisierte sie ihre Mitschülerin und glättete ihr die Haare. „Ich habe das seit meiner Kindheit gewollt. Man kann mit Haaren so viel machen“, sagte sie. Auch mit der Resonanz an ihrem Stand waren die beiden zufrieden. „Es sind viele stehen geblieben und haben sich erkundigt“, resümierten sie.

Nur einen Stand weiter waren Marc Laatze und Sergej Kling ins Gespräch vertieft. Laatze, Studienberater an der Hochschule Flensburg, informierte den Schüler über das Informatikstudium in der Fördestadt. „Ich könnte mir durchaus vorstellen, mal Berufsschullehrer zu werden. Deshalb nutze ich die Messe, um mich zu informieren“, so Kling. Ob jedoch ein Studium für ihn der richtige Weg ist, das weiß er noch nicht. „Es gibt viele Möglichkeiten, mal sehen was ich mache“, sagte der Schüler.

Auch der Studienberater fand die Messe an der WLS begrüßenswert. „Ich finde es gut, dass ich mich hier mal zeigen kann. So haben potenzielle neue Studenten mal jemanden von uns gesehen“, sagte Laatze. Überall wurden Gespräche geführt und Materialien verteilt. „Wir sind sehr zufrieden mit unserer ersten Messe. Und auch die Aussteller haben uns positives Feedback gegeben“, sagte Ohrt.

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