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ICE Bucket Challange : Viele scheuten das Eiswasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Statt 190 kamen nur neun wasserfeste Neumünsteraner auf den Großflecken, um sich für den gute Zweck zu übergießen

Neumünster | Die Enttäuschung war groß: Eigentlich hatte Chantal Klook auf Facebook mehr als 190 Zusagen für ihre Ice Bucket Challenge Neumünster am Sonntagmittag auf dem Großflecken bekommen. Doch letztlich fanden sich zusätzlich zu rund 50 Schaulustigen nur acht mutige Mitstreiter ein, um sich gemeinsam mit der 29-Jährigen einen Kübel Eiswasser über den Kopf zu gießen.

„Tue Gutes und rede darüber“ – frei nach diesem Motto grassiert zurzeit das Fieber der sogenannten „ALS Ice Bucket Challenge“ (zu Deutsch: Eiskübelherausforderung). Hierbei gießen sich Menschen für die weltweite Spendenkampagne zur Erforschung und Behandlung der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) einen Kübel Eiswasser über den Kopf und stellen dann die Videos ins Internet. Außerdem soll der Teilnehmer eine Spende entrichten, und die Aktion soll über diese bisher unheilbare Krankheit informieren.

Letzteres erschien der Theodor-Litt-Schülerin zunehmend in den Hintergrund zu treten. „In den Kommentaren stand immer mehr der Spaß im Vordergrund, und der eigentliche Zweck war nicht mehr zu erkennen. Dagegen wollte ich ein Zeichen setzen“, sagte die Mutter eines sechsjährigen Sohnes, die sich zunächst natürlich über die vielen Zusagen freute. „Ich bin enttäuscht darüber, dass es scheinbar fast keiner ernst gemeint hat. Dass nicht alle kommen, war klar, aber mit so wenigen habe ich dann doch nicht gerechnet“, sagte sie ernüchtert. „Das zeigt das wahre Gesicht der meisten Menschen“, kommentierte hierzu auch Teilnehmer Christian Jordan (24).

„Aber ich werde mich trotz allem weiter engagieren“, sagte die Organisatorin tapfer und nominierte die Städte Lübeck, Kiel und Bordesholm. Diese haben nun zwei Wochen Zeit auf diese „eiskalte“ Herausforderung zu reagieren.

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