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Gefährliches Tempo : Viele Raser gingen in die Falle

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Daten des Geschwindigkeits-Sehgeräts im Ehndorfer Ortsteil Hochmoor sind zum Teil erschreckend. Ein Autofahrer überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 100 Stundenkilometer.

Die Daten aus dem Geschwindigkeits-Sehgerät im Ehndorfer Ortsteil Hochmoor sind nach 14-tägiger Messung ausgewertet – mit zum Teil erschreckenden Ergebnissen. So überschritt zum Beispiel ein Autofahrer mitten in der Nacht die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 100 Stundenkilometer.

Der untersuchte Abschnitt befindet sich außerhalb der geschlossenen Ortschaft. Dort ist im Bereich einiger Wohnhäuser das Tempo auf 60 Stundenkilometer begrenzt.

Nach dem ausdrücklichen Wunsch der Anwohner hatte Bürgermeister Hauke Göttsch dafür gesorgt, dass die Anzeigetafel an der gewünschten Stelle direkt neben einer Bushaltestelle montiert wurde (der Courier berichtete). 14 Tage wurden bis zum 2. Oktober die Geschwindigkeiten der aus Richtung Arpsdorf kommenden Fahrzeuge festgehalten.

Das geeignete Gerät dafür hatte die Schleswig-Holstein Netz AG kostenlos zur Verfügung gestellt. Durchschnittlich wurden pro Tag nur für die eine Fahrtrichtung 424 Fahrzeuge von der Anlage erfasst.

Wie schon von den besorgten Anwohnern immer wieder berichtet wurde, rauschten die meisten Fahrzeuge täglich von 6.30 bis 9.30 Uhr und von 15.30 bis 18.30 Uhr an ihren Haustüren vorbei – also offenbar Pendler auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Über den gesamten Zeitraum hinweg hielten sich rund 66 Prozent der Fahrer an die zulässige Höchstgeschwindigkeit.

Für den Rest der Autofahrer spielten die Verkehrszeichen jedoch mehr oder weniger keine Rolle: Insgesamt rasten 24 Fahrer (0,1 Prozent) mit über 100 Stundenkilometern durch den Messbereich. Die Spitzengeschwindigkeit, registriert um 1 Uhr nachts, betrug sage und schreibe 162 Stundenkilometer. Mit einer Geschwindigkeit von 107 Kilometer pro Stunde heizte höchstwahrscheinlich ein Berufspendler um 7 Uhr durch den Ortsteil.

„Die Daten sind aufschlussreich, und ich werde sie auch der Polizei zur Verfügung stellen. Die Ordnungshüter können dann selbst entscheiden, ob ein bußgeldbewährtes Messverfahren im Hochmoor angebracht ist. Auf alle Fälle bin ich dafür, dass so ein Messgerät auch in den 30er-Zonen und Ortseinfahrten im Dorf einmal positioniert wird“, sagte Bürgermeister Göttsch.

Die Auswertung der gespeicherten Datensätze wird auf jeden Fall auf der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter auf der Tagesordnung stehen.

 

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erstellt am 12.Okt.2013 | 08:00 Uhr

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