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Mühbrook : Viele Lacher und spontaner Applaus für die beiden Tanten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Zuschauer sahen sich die Premiere der Speeldeel an.

Mühbrook | Über eine Premiere vor ausverkauftem Haus konnte sich die Möhbrooker Speeldeel im Restaurant Seeblick freuen. Über 150 Besucher kamen an den Einfelder See, um das plattdeutsche Lustspiel „Mine Tante-Tine Tante“ zu sehen. „Die Menschen sollen beim Theaterbesuch den Alltag vergessen können und sich einfach amüsieren“, findet die Schauspielerin Anna Bebeniß (21). Das Ziel hat die Truppe eindeutig erreicht: Das Publikum kringelte sich vor Lachen und spendete oft spontanen Applaus.

Das Stück erzählt den Dauerzwist zweier ungleicher Schwestern – Tine (gespielt von Dagmar Mohr) und Mine (Silke Kalies) – die den letzten Willen ihres verstorbenen Bruders erfüllen und zusammen den Erbhof bewirtschaften. Unter den alltäglichen Streitereien leiden insbesondere Mines Sohn Lorenz (Gunnar Reimer) und Tines Tochter Antje (Anna Bebniß), die einander eigentlich zugetan sind. Schön vorbereitet wird der Auftritt der Schwestern, der etwa 20 Minuten auf sich warten lässt, durch ein verbales Scharmützel zwischen den Mägden Fieken (Helma Pooch) und Rieke (Roswitha Rudolf-Schwarz). Der morgendliche Kaffee der schnöseligen Tine, die nasal aus der Bibel zitiert, und der bodenständigen Mine, die den Wetterbericht der Zeitung interessanter findet, endet dann natürlich mit Türenschlagen. „Diese verdammte Sippschaft“, meckert die standesdünkelnde Tine denn auch ganz undamenhaft und genehmigt sich regelmäßig einen heimlichen Schnaps. Ein buntes Getümmel ergibt sich dann durch das Auftauchen eines windigen Händlers (Friedhelm Klincke) und des Schürzenjägers Jehann (Hermann Stange).

„Das Stück ist lustig. Ich sehe die Gruppe regelmäßig, sie ist immer ein Erlebnis“, meinte Monika Thomas aus Wattenbek, die schon seit 30 Jahren als treuer Fan die Vorstellungen der Möhbrooker Speeldeel besucht. Ein Geheimnis für den erfolgreichen Bestand seit über 50 Jahren verrät Christian Schön, Mitglied seit 26 Jahren und selbst ehemaliger Mime: „Wir arbeiten ohne Regisseur, dafür gemeinsam. Die Arbeit auf der Bühne ist ein dynamischer Prozess, der sich im Innern formt.“ Die Sympathie des Publikums haben die Laiendarsteller am Sonnabend schnell gewonnen durch ihre Lust am Spiel, aber auch durch einen witzigen Versprecher. Die „hochsnutige“ Tine meinte: „Meine Tochter ist zu Höherem geboren als Kühe füttern und Schweine melken.“ Ooffenes Gelächter war die Folge – auf und vor der Bühne.

Weitere Aufführungen gibt es am 4., 5., 11. und 14. März im Hotel Seeblick jeweils um 19.30 Uhr. Karten kann man bei Evi Neumann, Tel. 0 43 22/93 65, bestellen. 

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