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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 02:09 Uhr

Umfrage : Viele Ideen für eine schönere City

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Courier-Umfrage: Stören Aufsteller die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt? Wie kann die Attraktivität gesteigert werden? Was fällt negativ auf?

Neumünster | Stören die Werbeträger? Wie weit sollte das geregelt werden? Wie kann die Innenstadt (noch) schöner werden? Die Diskussion um die neue Satzung zur Steigerung der Attraktivität der Innenstadt beschäftigt die Neumünsteraner. Der Courier hörte sich auf dem Großflecken und in der Lütjenstraße um und stieß auf geteilte Meinungen und interessante Vorschläge.

„Wenn man eine Satzung beschließt, werden Ausnahmen und Sonderfälle ausgeschlossen. Bevor man etwas beschließt, sollte man an die Vernunft der Händler appellieren, die Auswüchse zurückzunehmen“, plädiert Dieter Wagner (77), langjähriger „Mr. Holstenköste“ der Stadt und Kenner der Geschichte, dafür, auf eine Satzung zu verzichten. In der Lütjenstraße seien solche Auswüchse sichtbar. Auf dem Großflecken störten ihn die Aufsteller nicht. Man sollte auf die Selbstgestaltungskräfte hoffen, so Wagner.

Denn die Chancen der Innenstadt, sich gegen die Holsten-Galerie zu behaupten, seien um so größer, je schmucker alles aussehe. In den Jahren habe sich die Innenstadt zum Vorteil verändert: „Dieser gepflegte Eindruck sollte nicht verwässert werden.“ Seine Ideen für mehr Attraktivität: eine Konzertmuschel auf dem Großflecken, um „Leben in die Bude zu bringen“, transportable Blumenkübel für Veranstaltungen auf dem Großflecken und eine Wiederbelebung der Schwanen-Bemal-Aktion.

Brunhilde Czekay (54) aus Einfeld findet es schön, wenn alles einheitlich und gepflegt aussieht: „Aussteller müssen sein, aber nicht mitten auf dem Gehweg. Man sollte sie zahlenmäßig reduzieren, einer pro Geschäft reicht. Sie haben mich zwar noch nie gestört, aber weniger wäre hier mehr. Das Flair der Lütjenstraße verliert durch die Aufsteller.“ Der Großflecken an sich sei schon durch die Bäume schön grün, und Stühle und Tische bei Gastronomie, Bäcker und Eisdiele müssten sein: „Die gehören dazu, machen die Innenstadt lebendig.“

Die Aufsteller bei kleinen Läden stören Dorle Fredrich (59) aus Bordesholm und Ulrike Könemann (59, Stadtmitte) nicht. „Manchmal sind die auch ganz informativ.“ Viel schlimmer seien die hässlichen Großfassaden – und am Teich sollten wieder Bäume gepflanzt werden. Sie meinen: „Die Sitzbänke dort sind falsch platziert, viel zu direkt an der Straße.“

Eher selten sind Michael Renk (35), seine Frau Daniela (49) und ihre Kinder Maximilian (12) und Alexander (15) in der Stadt. Ein Verbot der Aufsteller würde das Straßenbild schöner machen, meinen sie. Aber die Größe von Pflanzkübeln vorzuschreiben, sei „pingelig“: „Das sollte man lockerer fassen.“ Wichtig sei, dass Sitzmöbel gepflegt aussehen, stimmen sie der geplanten Satzung zu. Verbesserungsvorschläge hat die Familie aus Tungendorf auch: „Das Großflecken-Pflaster ist schlimm und zum Laufen sehr anstrengend, mit hohen Schuhen knickt man des öfteren um. Außerdem sollte es mehr Parkplätze zu günstigeren Preisen geben. In Süddeutschland zahlt man zwei Euro für einen ganzen Tag.“ Sie befürchten, dass das ECE der Innenstadt schadet.

Auch auf der Courier-Facebook-Seite hagelte es Kommentare. Kreative Anregungen waren, die Aufsteller dichter an die Häuser zu stellen, statt eines „Schilderwaldes“ die Dinge „sinnvoll und gemäßigt“ zu handhaben, um ein „angenehmes Bummelfeeling“ zu schaffen. Genervt waren viele von dem nicht gestatteten Radfahren in der Lütjenstraße.

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erstellt am 22.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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