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Lesung : Viele Frauen wollen ihren Mann zu ihm schicken

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der „Männer-Coach“ Dirk Schröder war zu seiner ersten Lesung auf der Galerie der Stadthalle und unterhielt 60 Besucher / Auch einige Frauen waren im Saal

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erstellt am 28.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Neumünster | Eine Lesung ohne Lesung – das ist mal ein neuer Ansatz. Den hat Dirk Schröder (47) am Mittwochabend auf der Galerie der Stadthalle gewählt. Zu seiner ersten Lesung überhaupt kamen rund 60 Gäste, was ihn selber überraschte. Auch einige Frauen waren im Saal.

Dirk Schröder aus Eutin hat sich bundesweit einen Namen als „Männer-Coach“ gemacht. Nach einer beruflich erfolgreichen Zeit als Manager in der Schweiz geriet er in eine tiefe Krise, die ihn sein Leben umkrempeln ließ. Er ließ sich zum Coach ausbilden, gründete 2000 ein Schulungszentrum in Eutin und machte sich 2008 als „Der Männer-Coach“ selbstständig. Besonders mit seinen Segeltörns für „Männer in Verantwortung“ wurde er bekannt.

Nun hat Schröder mit „Voll im Wind – Voll im Leben“ sein erstes Buch vorgelegt. Daraus wollte er eigentlich lesen, aber spontan entschied er sich, nur eine kleine Passage vorzutragen und ansonsten frei über sich und seine Arbeit zu reden und sie anhand von einigen Filmausschnitten zu erklären.

Nach Ansicht von Schröder sind viele deutsche Männer in seelischen Schwierigkeiten, weil sie sich verstellen und in der Arbeitswelt immer stark sein müssen. „Wir rödeln bis zum Ruhestand – aber da muss doch mehr sein“, sagt Schröder. Viele Männer liefen immer posierend herum, aber andere ruhten in sich.

„Manche Partnerin trägt aber auch ihren Teil dazu bei. Sie will eine starke Schulter, aber abends soll er gefälligst abwaschen“, sagt Schröder. Viele Frauen leiden unter „den geschlachteten Männern“ und wollen ihren Partner zu ihm schicken, sagt Schröder, aber das funktioniert nicht: „Ihr Mann kann mich gern anrufen, aber das muss er schon selber tun.“

Zu der Lesung nach Neumünster geholt wurde Schröder von Sebastian Fricke, Inhaber der Werbeagentur Inmedium. In seiner Begrüßung beschrieb er Schröders Arbeitsweise: „Er kann Fragen stellen, die genau ins Mark gehen und berühren.“ Fricke lässt sich und seine Mitarbeiter von Schröder coachen.

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