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Grossenaspe : Viele Fragen zum Wolf in der Fotofalle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei den Eekholter Wolfsnächten gab es nicht nur Informationen zu den Tieren im Park, sondern auch zum wilden Wolf aus dem Segeberger Forst.

Grossenaspe | Bei den 20. Wolfsnächten am vergangenen Wochenende im Wildpark Eekholt waren nicht nur die „hauseigenen“ Wölfe Thema unter den rund 4000 Besuchern. Auch das in den letzten Tagen veröffentlichte Foto eines Wolfes, der in eine Fotofalle im westlichen Bereich des Segeberger Forstes getappt war, interessierte die Gäste sehr (der Courier berichtete).

Die Wolfsbetreuer des Wildparks bestätigten den Interessierten allerdings nur, dass es wirklich ein Wolf ist. Näheres, zum Beispiel zum Standort der Kamera, wollten sie nicht verraten, um das Tier zu schützen. „Am 16. Februar wurde ein gerissenes Damtier aufgefunden und von Wolfsbetreuern untersucht. Mit der aufgestellten Fotofalle gelang dann am 17. Februar die Aufnahme. Seit 2012 ist dies der 10. Nachweis in Schleswig-Holstein“, erklärte dazu Wildpark-Geschäftsführer Gunthram Freiherr von Schenck.

„Wir gehen davon aus, dass es sich um ein Jungtier handelt. Zurzeit werden Kot und Haarspuren gentechnisch untersucht, um eine mögliche Verwandtschaft mit bekannten Rudeln festzustellen“, erklärte er weiter. „Fest steht nur, dass sich das Tier territorial verhält. Alles andere ist bisher Spekulation. Man müsse nun zunächst die Ergebnisse abwarten“, sagte er. Allerdings seien im Laufe des Sonntags bereits weitere Meldungen aus dem Lauenburgischen im Wolfszentrum eingegangen. Auch diese prüfe und werte man jetzt aus, erläuterte er zum aktuellen Stand der Wolfs-Beobachtungen.

Die Schafhalter in der Region werden jedoch in einem solchen Fall sofort informiert. Für diese hält das Wolfszentrum auch mehrere Herdenschutzpakete mit Elektrozäunen und Breitbandlitzen vor. „Abgefordert wurde aber bisher keines, da der Schäfer der einzig relevanten Herde seine Tiere zum Ablammen zurzeit sowieso im Stall hält“, erläuterte der Wolfsexperte anschließend.

Zum vielfältigen Programm rund um das Thema Wolf gehörten bei den Wolfsnächten im Park wieder zahlreiche Mitmachaktionen, die über Meister Isegrim informierten. Unter anderem galt es bei der Wolfsrallye knifflige Fragen zu beantworten und im Wildtierlabor konnten die Besucher einen Blick durch ein Wolfsauge wagen oder selbst testen, wie ein Vogel die Welt sieht.

Besonders gut besucht war ebenfalls das Lager des Schlittenhunderudels von Bernd Fedder und seiner Frau Levke Erichsen. Wenn die beiden Plöner mit ihrem Gespann starteten, säumten viele Zuschauer die Strecke. Und viele staunten nicht schlecht über die Geschwindigkeit und die Freude, mit der die quirligen Hunde sich anschließend ins Zeug legten.

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