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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 01:10 Uhr

Viele Fragen an den "Dr. Dressler"

vom

Lindenstraßen-Star Ludwig Haas erzählte im Rahmen einer Aktion der Arbeiterwohlfahrt im Seniorenzentrum "Haus an der Stör" aus seinem Leben

shz.de von
erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Prominenter Besuch gestern im Senioren-Zentrum Haus an der Stör: Der in Einfeld lebende Schauspieler und Regisseur Ludwig Haas (80) stellte sich für mehr als eine Stunde den Fragen von 30 Bewohnern. Das Treffen fand im Rahmen der Kampagne "Pflege braucht Zeit" der Arbeiterwohlfahrt statt. Damit will der Wohlfahrtsverband zum einen auf den Pflegenotstand hinweisen, zum anderen aber auch für mehr ehrenamtliche Tätigkeiten in Seniorenheimen werben.

Haas ist vor allem bekannt durch seine Rolle in der Lindenstraße. Dort spielt er seit Beginn der Serie 1985 den im Rollstuhl sitzenden Dr. Ludwig Dressler. Eine Rolle, die ihm nach wie vor viel Freude bereitet: "Mein Vertrag läuft noch bis Ende 2014. Solange wird es auch in jedem Fall noch die Lindenstraße geben. Was danach passiert, ist aber offen", sagte Haas. Awo-Mitarbeiter Jonas Göhrllich moderierte das Gespräch und hatte noch eine ganze Reihe an weiteren Fragen in petto. So erfuhren die Zuhörer zum Beispiel, dass der in Eutin geborene Fernsehstar aus Liebe zu seiner Frau 1994 aus München nach Neumünster zog. "Und ewig lockt das Weib. Ich habe in München alles stehen und liegen gelassen und bin Richtung Norden", sagte er. Neumünster habe viele schöne Ecken, lobte Haas, dennoch gehe er lieber in Bordesholm einkaufen. Aber Schleswig-Holstein sei ein schönes Bundesland, weil hier immer eine frische Brise wehe. "Ich besitze ein Gerät gegen das Schnarchen mit einem Filter. Wenn ich in Köln drehe, ist der Filter nach ein paar Tagen schwarz. Hier hält er mehrere Wochen", verdeutlichte Haas ganz praktisch. Außerdem verriet der auch international erfolgreiche Schauspieler, dass er als Kind zunächst Clown werden wollte und gerne noch einmal den König Philipp in Don Carlos spielen würde. "Das ist eine wunderbare mystische Rolle. Aber ich befürchte, ich bin schon zu alt."

Seinen Besuch im "Haus an der Stör" gestern nutzte Haas auch zur Danksagung an die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die sich bereits für die Pflege in der Einrichtung engagieren: "Das ist eine ganz tolle Sache."

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