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Kolumne : Viele Chancen auf einen Unfall bis zum Parkhaus

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Anfahrt zum Parkhaus der Holsten-Galerie über den Bahnhof ist brandgefährlich, meint Redakteur Thorsten Geil

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Neumünster | Neugierig sind wohl mehr oder weniger alle Neumünsteraner auf die neue Holsten-Galerie, und die meisten freuen sich sogar drauf. Aber in jedem Gespräch, das zwei Menschen in dieser Stadt miteinander führen, kommt auch diese Frage vor: Wie soll das nur mit den Autos funktionieren? Und das ist eine gute Frage.

Wer das Center über Schleusberg  / Färberstraße und Bahnhofstraße anfahren will, wird zumindest in der ersten Zeit einfach nur viel Zeit mitbringen müssen. Ein Großteil der Kunden, besonders der auswärtigen, wird aber wohl über die Rendsburger Straße und den Konrad-Adenauer-Platz einfliegen. Und bis er dann im Parkhaus steht, hat er viele gute Möglichkeiten, sich einen Blechschaden einzuhandeln oder gar einen Radfahrer auf die Haube zu nehmen.

Das fängt schon vor der Friedrichstraße an. Wer geradeaus will, muss sich links einreihen und dann unter der Unterführung nach rechts wechseln. Der Neumünsteraner kennt das längst, aber für Auswärtige ist es ungewohnt. Hinter der Ampel am Bahnhof ist es fürchterlich eng, und dann schüttelt auch noch diese legendäre Delle in der Fahrbahn das Auto durch. Vor dem Rechtsabbiegen kommen Radler und Fußgänger von vorn und von hinten, das ist brandgefährlich. Danach folgt der nächste Spurwechsel nach links (wenn gerade kein Lkw das Bier für das „Dortmunder“ ablädt), um vor dem Finanzamt nach links abzubiegen. Auch dort drohen Fußgänger und Radler von beiden Seiten, und aus den Parklücken vor dem Finanzamt setzt ja auch gern mal jemand rückwärts raus, ohne zu gucken.

Was von Ortskundigen schon allerhöchste Konzentration verlangt, ist für Auswärtige fast unmöglich ohne Fehler zu schaffen. Man kann nur inständig hoffen, dass nicht zu viele Unfälle passieren. Aber bestimmt wird der Tag kommen, an dem wir verfluchen, dass wir den Bahnhofsvorplatz nicht gleich vernünftig umgebaut haben, sondern dort mit dem Geld von ECE nur ein bisschen Kosmetik betrieben haben.

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