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Holsteinischer Courier

24. November 2017 | 08:12 Uhr

Padenstedt : Viele Argumente gegen Windräder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gemeindevertreter führen unter anderem den Ochsenweg und den Pony-Park an.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2017 | 16:33 Uhr

Padenstedt | Die Padenstedter lehnen den Regionalplan zur Ausweisung von Flächen für Winkraftanlagen ab. Auf der Gemeindevertretersitzung wurden unter anderem der Pony-Park, der Ochsenweg und die Einschränkung der Gemeindeentwicklung genannt.

In ihrer fünfseitigen, ausführlichen Stellungnahme zum Regionalplan Windenergie lehnt die Gemeinde den Bau von Windrädern ab. Als Begründung führt sie die unvollständige Bewertung der Abwägkriterien auf, die zu einer falschen Beurteilung der Vorrang- und Potenzialflächen führt. „Unter Tourismus und Erholung fehlt die Betrachtung des Pony-Parks Padenstedt und des Ochsenweges“, heißt es in der Stellungnahme. Seitens der Angelsportvereine wird darauf hingewiesen, dass sich der Bereich der Stör und der Bünzer Au zu einem Rückzugsgebiet, Jagdbereich und Nahrungsquelle von besonders geschützten Vögeln entwickelt hat.

Ein weiteres Kriterium ist die vom Land an seine Gemeinde geforderte Aufgabe, „das Wohl ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu fördern und zugleich in Verantwortung für die zukünftigen Generationen zu handeln“. „Aufgrund der limitierenden Verkehrswege und Gemeindegrenzen im Ortsteil Kamp verbleiben der Gemeinde für zukünftige Entwicklung nur Wohnungsbauflächen im alten Dorfkern, westlich der Poststraße und südlich der Kreisstraße K 12. Durch Ausweisung von Potenzialflächen für Windenergie im Westen der Gemeinde kann die zukünftige Entwicklung der Gemeinde so eingeschränkt sein, dass infolge von Mindestabstandsmaßen zu Windkraftanlagen keine weiteren Flächen für Wohnbebauung mehr ausgewiesen werden können“, sagen die Gemeindevertreter.

Die ausführliche Stellungnahme wird auf der WGP-Seite veröffentlicht. Carsten Bein appelliert noch einmal an alle Padenstedter, sich an dem Online-Verfahren zu beteiligen.

Der Gemeinde Padenstedt geht es gut. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Das betonten Bürgermeister Carsten Bein und der Vorsitzende des Finanzausschusses, Dirk Hoffmann, während der Gemeinderatssitzung in den Padenstedter Bürgerstuben. „Die Padenstedter fühlen sich verantwortlich für ihren Wohnort“, sagte Carsten Bein und dankte für die große Beteiligung an der Aktion „Sauberes Dorf“. Dirk Hoffmann freute sich über ein „sehr gutes Haushaltsjahr 2016“.

In Hinblick auf die kommende Platznot im Kindergarten – im September muss die Gemeinde ihre Kita um eine Gruppe erweitern – beschlossen die Gemeinvertreter eine zeitlich begrenzte Containerlösung. „Nachdem uns das Land monatelange in der Schwebe ließ (der Courier berichtete), stellte sich nun heraus, dass die ,Flüchtlingscontainer‘ nicht für den Kindergarten geeignet sind“, berichtete Ulla von See. Die Anmietung einer Wohnung oder eines Hauses kommt wegen der strengen Auflagen nicht in Frage. Deshalb wird der Bürgermeister zügig einen Architekten mit der Planung eines Anbaus beauftragen, um die Container-Mietkosten möglichst gering zu halten. 





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