Köstenflohmarkt : Viele Anbieter sind für die Standgebühr

Christel Koschik verkaufte auf dem Köstenflohmarkt und ist für eine Standgebühr. Sie glaubt, dass der Markt   dann etwas organisierter ablaufen könnte.
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Christel Koschik verkaufte auf dem Köstenflohmarkt und ist für eine Standgebühr. Sie glaubt, dass der Markt dann etwas organisierter ablaufen könnte.

Der Köstenflohmarkt zog auch in diesem Jahr tausende Besucher an. Die Standbetreiber hoffen auf einen besseren Ablauf, wenn künftig ein Profi mitmischt.

shz.de von
16. Juni 2014, 05:30 Uhr

Neumünster | Der Flohmarkt der Holstenköste bleibt ein absoluter Besuchermagnet: Tausende strömten am Sonntagmorgen wieder in die Innenstadt, um zwischen Riesenrad und Gänsemarkt nach Schnäppchen für Partykeller oder Kinderzimmer Ausschau zu halten – und zu feilschen.

Auch an den Flohmarktbeschickern ist dabei nicht vorbeigegangen, dass die Stadt plant, den Flohmarkt künftig von privater Hand veranstalten zu lassen, was voraussichtlich eine Gebührenpflicht zur Folge hätte. Viele der Anbieter würden das sogar begrüßen: „Wenn es kostenpflichtig wird, würde der Markt vielleicht etwas organisierter ablaufen“, sagte Christel Koschik, die im Trubel für eine Bekannte verkaufte. Auch Maike Stölten-Hahn, nach eigenem Bekunden Stammgast beim Köstenflohmarkt, spricht sich für eine Gebührenpflicht aus. „Manche beanspruchen elf Meter für sich und lassen am Ende ihren ganzen Müll hier liegen“, berichtet die Gartenstädterin aus Erfahrung. Seit Jahren ist sie in der Regel schon gegen 2 Uhr nachts auf dem Großflecken, um den Stand aufzubauen. An diesem Sonntagmorgen kam sie „erst“ um 3.30 Uhr: „Da ist es schon recht eng.“ Dass sich manche Flohmarktanbieter um die besten Plätze schlagen prügeln, kann sie dagegen nicht bestätigen: „Ganz im Gegenteil. Unter den Anbietern herrscht ein sehr nettes Miteinander“, meint sie.

Bereits in diesem Jahr hatte die Stadt die Organisation des Flohmarkts erstmals an einen Privatunternehmer vergeben, um Ordnung ins programmierte Chaos zu bringen. Kurzfristig hatte der Veranstalter jedoch abgesagt, nachdem die Politik Bedenken gegen das Konzept angemeldet hatte.

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