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Holsteinischer Courier

22. Oktober 2017 | 00:08 Uhr

Viel Sympathie für Tempo-Zonen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lärmkataster: Auch zur zweiten Bürgeranhörung kam nur eine Handvoll Besucher

von
erstellt am 09.Feb.2016 | 14:21 Uhr

Die Bürgeranhörung zum Lärmaktionsplan der Stadt stieß erneut auf eine schwache Resonanz. Nur elf Bürger waren in die Aula der Gemeinschaftsschule Brachenfeld gekommen, um den Vorschlägen der Fachleute zu lauschen, wie die Belastung der Anwohner durch Verkehrslärm einzudämmen ist. Auch zur ersten Anhörung vor einer Woche war nur eine Handvoll Betroffener erschienen (der Courier berichtete).

Carsten Kurz vom „Lärmkontor Hamburg“ gab eine Übersicht über die am stärksten belasteten Straßenzüge und stellte verschiedene Möglichkeiten vor, die Belastungen zu senken. Unter anderem warb er für flüssigeren Verkehr (Grüne Welle), Tempolimits oder schallschluckenden Straßenbelag.

Kurt Feldmann-Jäger, Stadtteilbeirat in der Gartenstadt, sprach sich in der Diskussion vor allem für mehr Tempobeschränkungen aus. So sei beispielsweise zu überlegen, ob auf der Rendsburger Straße zwischen Holstenhalle und Ring nicht Tempo 30 eingeführt werden sollte. „Das würde weniger Lärm produzieren, aber den Verkehr nicht behindern“, meinte Feldmann-Jäger. Mehrere Besucher plädierten auch für Tempo-30-Zonen.

Auch die Bahn haben die Schallexperten als Lärmquelle ausgemacht. So sind etwa Anwohner an der Max-Johannsen-Brücke den Lärmemissionen durch den Zugverkehr besonders stark ausgesetzt, stellten die Experten fest.

Stadtplaner Günther Jans stellte das weitere Verfahren zum Lärmschutzplan vor. Die Anregungen der Bürger sollen jetzt in den Aktionsplan eingearbeitet werden. Voraussichtlich im Juni wird dann die Ratsversammlung darüber entscheiden, welche Lärmschutzmaßnahmen tatsächlich in Angriff genommen werden sollen. Zur Aufstellung des Lärmaktionsplans ist die Stadt durch eine EU-Richtlinie verpflichtet. Die lässt allerdings weitgehend offen, in welchem Zeitraum und welchem Ausmaß der Lärmschutz verbessert werden muss.






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