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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 00:18 Uhr

Exota : Viel Lehrreiches und leckere Heuschrecken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es krabbelte und kroch in der Holstenhalle: Vogelzüchter und Gesellschaft für Terrarienkunde wollen aufklären. Als Pausensnack gibt’s knusprige Insekten

von
erstellt am 07.Okt.2013 | 07:30 Uhr

Reptilien, Spinnen und Insekten sind nicht jedermanns Sache. Doch wer sich für diese Tiere interessiert, war am Wochenende auf der 15. Exota-Ausstellung in den Holstenhallen genau richtig.

Rund 2000 Besucher nutzten die Präsentation, die der Vogelzuchtverein Neumünster gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) ausrichtet.

Für den knusprigen Snack zwischendurch sorgte dabei Insekten-Koch Klaus Leschkus. Dieser hatte neben gerösteten Würmern auch gebratene Heuschrecken im Angebot. „Lecker. Schmeckt wie Hähnchenflügel“, befand Yannick Stekkelies (12) anerkennend, nachdem er mutig eine Riesengrille probiert hatte.

„Wir machen hier bundesweit etwas Einmaliges. Vögel, Reptilien und Spinnen werden sonst nirgendwo so gemeinsam gezeigt. Außerdem sind hier nur private Aussteller und Züchter zugelassen“, erklärte Jörg Clausen, der als Hauptorganisator und Vorsitzender des Vogelzuchtvereins die Fäden in der Hand hielt.

„Uns ist es wichtig, dass sich die Leute vor dem Kauf eines Tieres umfassend über die Verantwortung, die sie damit übernehmen, informieren. Schließlich wird eine Spinne leicht einmal 25 Jahre alt, vom Lebensalter eines Papageis einmal ganz zu schweigen“, erläuterte Exota-Sprecher Martin Wolf das Anliegen der Veranstalter.

Über besonders großes Publikumsinteresse freute sich der Neumünsteraner Vogelspinnen-Stammtisch, der erstmals an der Ausstellung teilnahm. Mit viel Sachkenntnis stellte sich Sina Lesnick hier den Fragen der teils schon sehr argwöhnisch dreinblickenden Besucher. Auch Bosse Schröder (7) war sofort fasziniert von den haarigen Krabbeltieren – doch natürlich galt für die pelzigen Achtbeiner: Angucken ja, anfassen leider verboten!

Anders dagegen ließ sich das Gürteltier, das von Max Thom (22) gezeigt wurde, schon einmal berühren. Und auch die Boa constrictor von Thomas Schwede hatte nichts gegen ein paar Streicheleinheiten. Seine fleißigen Blattschneideameisen hatte Sven Grunwald aus Wahlstedt mitgebracht. „Ich bin schon seit meiner Kindheit Terrarianer. Bei den Ameisen finde ich die komplexen Zusammenhänge im Volk besonders spannend“, erklärte er sein ausgefallenes Hobby.




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