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Schulen in Neumünster : Viel Lärm an stillen Örtchen

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Während der Ferien herrscht an den zahlreichen Schulen Hochbetrieb. Die jetzt anstehenden Sanitärarbeiten fördert das Land mit 430 000 Euro.

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erstellt am 25.Okt.2017 | 08:01 Uhr

Ferien, das bedeutet an den Schulen zwar unterrichtsfreie Zeit, doch hinter den verschlossenen Türen herrscht dennoch Hochbetrieb. Gemeinhin nutzen die Schulträger die Tage, in denen die Kinder und Jugendlichen zu Hause bleiben, um ihre Einrichtungen auf Vordermann zu bringen. In diesen Wochen stehen die stillen Örtchen ganz oben auf der Projekt-Liste der Stadt. An acht öffentlichen Schulen wird unter Hochdruck saniert, damit die sanitären Anlagen möglichst vor Unterrichtsbeginn hergerichtet sind.

Zehn Millionen Euro hat das Land für diesen Zweck im März mit seinem ersten Nachtragshaushalt locker gemacht und die Schulträger aufgefordert, Sanierungsvorhaben bei der Investitionsbank anzumelden. Stichtag war der 31. Juli. Längst nicht jede Schule kam in dieser ersten Runde zum Zuge.

Aus Neumünsteraner Sicht allerdings läuft es. Lediglich der Förderantrag der Grundschule Wittorf, die die Lehrer-WC-Anlage sanieren wollte, wurde als nicht förderfähig gestrichen. Und für die Johann-Hinrich-Fehrs-Schule, deren antiquierte lindgrüne Lehrerinnen-Toiletten unbedingt erneuert werden müssen, wurde der Antrag von der Stadt selbst zurückgezogen. Unterm Strich konnte die Stadt dennoch 430 000 Euro binden, acht Projekte werden damit teilfinanziert. Die restlichen benötigten 236 000 Euro steuert die Stadt als Schulträger bei.

Mit dem Geld werden beispielsweise die Duschen in der Sporthalle der Pestalozzi-Schule saniert, ähnliches geschieht in der Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld und an der Grund- und Gemeinschaftsschule Brachenfeld, wo neben den Duschen auch die WCs in der jeweiligen Sporthalle erneuert werden. In letzterer gibt es auch neue Schultoiletten. Die sind ebenso in der Immanuel-Kant-, der Elly-Heuß-Knapp-, der Walter-Lehmkuhl- sowie den Grundschule Gadeland und der Gemeinschaftsschule Faldera sanierungsbedürftig und werden erneuert.

„Die Sanierung war längst überfällig, da musste was gemacht werden“, sagt Uwe Kolbe, einer der Hausmeister an der Walther-Lehmkuhl-Schule, zu den Arbeiten an der Jungentoilette im Hauptgebäude. Im Regionalen Berufsbildungszentrum an der Roonstraße werden insgesamt sechs WC-Räume auf Vordermann gebracht. Die Kosten für die Verlegung neuer Wasser- und Abwasserleitungen, die Tischlerarbeiten für Trennwände, Elektroarbeiten, die Erneuerung der Klos und Waschbecken sowie die Fliesenarbeiten schätzt die Stadt allein hier auf 140  000 Euro.

In den Herbstferien gehen die lauten Stemm- und Abbrucharbeiten über die Bühne. „Während der Schulzeit werden dann die WCs wieder eingebaut“, sagt Uwe Kolbe und fügt hinzu: Wir haben für den Übergang genug Toiletten. An der Gemeinschaftsschule Faldera werden im ehemaligen Grundschul-Trakt an der Franz-Wieman-Straße die einstigen Lehrerinnen- und späteren Jungentoiletten umgebaut. „Am ersten Ferientag rückten die Handwerker an, erst die Abrissfirma, dann die Klempner und Elektriker“, sagt Hausmeister Torge Zimmermann. Auch hier müssen die im Keller verlegten Wasser- und Abwasserrohre erneuert werden. Kostenschätzung: 22  000 Euro. Der Trakt ist jetzt das Oberstufenzentrum der Gemeinschaftsschule.

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