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In der Silvesternacht : Viel Feuerwerk, recht wenige Einsätze

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Neumünsteraner feierten weitgehend friedlich ins Jahr 2016. Polizei und Feuerwehr sprechen von einem sehr ruhigen Jahreswechsel.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2016 | 18:02 Uhr

Neumünster | Lautstark und mit einem großen Feuerwerk haben die Neumünsteraner in der Nacht zu gestern das Jahr 2016 begrüßt. Bei nicht zu windigem und trockenem Wetter erhellten gegen Mitternacht tausende Raketen den Nachthimmel. Für die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst verlief der Jahreswechsel im Vergleich zu den Vorjahren deutlich ruhiger. In allen Bereichen gingen die Einsatzzahlen zurück. Verletzte durch Unfälle oder Feuer tauchen in der Statistik nicht auf.

„Es gab nichts Spektakuläres“, bilanzierten gestern Mittag sowohl Polizeisprecher Sönke Hinrichs als auch Carsten Voß von der Berufsfeuerwehr. Zwischen 18 Uhr an Silvester und 10 Uhr am Neujahrstag rückte die Polizei zu 44 Einsätzen (70 im Vorjahr), die Feuerwehr zu 9 kleineren Bränden (9 im Vorjahr) und der Rettungsdienst zu 31 Patienten (38 im Vorjahr) aus.

Alkoholkonsum spielte in vielen Fällen wieder eine maßgebliche Rolle. So wurden Polizisten zehnmal zu Streitigkeiten gerufen und nahmen vier Anzeigen wegen Körperverletzung auf. Ein 18-Jähriger kam in Gewahrsam – nach einem handfesten Streit zweier eigentlich befreundeter Familien an der Wichernstraße. Von dort wurde um 2.20 Uhr eine größere Schlägerei mit mindestens zehn Beteiligten gemeldet. Vier Funkwagen rasten zum Geschehen. Die Beamten ermittelten sechs Opfer und vier Beschuldigte, unter ihnen der 18-Jährige und auch ein 22-Jähriger. Beide standen deutlich unter Alkoholeinfluss (1,7 und 1,8 Promille). Blutproben wurden entnommen. Zwei Menschen erlitten leichte Schnittverletzungen. Der Hintergrund des Streits ist noch unklar.

Um 1 Uhr fuhren die Beamten zu einem offensichtlich mit illegalen Böllern gesprengten Zigarettenautomaten an der Einfelder Straße. Der Automat wurde zwar stark beschädigt, aber Zigaretten wurden nicht gestohlen. Gegen 7 Uhr rückten acht Streifenwagen zur Silvesterparty in der Holstenhalle an. Von dort war ebenfalls eine Schlägerei mit vielen Beteiligten gemeldet worden. Ein 20-Jähriger musste wegen einer Gesichtsverletzung im FEK behandelt werden. Festgestellt wurde, dass es sich um zwei Schlägereien handelte. Die Hintergründe sind noch unklar, die Ermittlungen laufen.

Die Feuerwehr rückte überwiegend zu Containerbränden aus, etwa um 2 Uhr am Wernershagener Weg. In der Feldstraße fing durch Raketen Müll in einem Lichtschacht Feuer, an der Kummerfelder Straße brannte ein kleiner Schuppen. Um 2.25 Uhr hieß der Einsatzort Grünewaldstraße. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand ein Auto in voller Ausdehnung in Brand. Ein daneben geparkter Pkw wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Die Höhe des Schadens stand gestern noch nicht fest. Eine Nachbarin hatte zwei Personen beobachtet, die flüchteten. Noch ist unklar, ob es Zusammenhänge gibt. Hinweise (auch zu dem Zigarettenautomaten) erbittet die Polizei unter Tel. 945-0.

Im Umland blieb es ebenfalls ruhig. Aus Boostedt wurde lediglich ein Pkw-Brand gemeldet.

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