Einkaufszentrum am Haart : Viel Bewegung im Störpark

Der Störpark gestern: Der bisherige Famila-Markt (rechts) zieht mit dem bisher externen Getränkemarkt (hinten Mitte) in den Neubau um. Die Fläche des Getränkemarktes soll Aldi (Mitte, hinter den Bäumen) erhalten. Links hinten ist der ehemalige Praktiker zu sehen.
Der Störpark gestern: Der bisherige Famila-Markt (rechts) zieht mit dem bisher externen Getränkemarkt (hinten Mitte) in den Neubau um. Die Fläche des Getränkemarktes soll Aldi (Mitte, hinter den Bäumen) erhalten. Links hinten ist der ehemalige Praktiker zu sehen.

Famila öffnet erst Anfang kommenden Jahres. Aldi zieht vorübergehend in den alten Famila. Expert öffnet vielleicht schon vor Weihnachten.

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05. Juni 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Die begonnene Umgestaltung des Störparks wird auch im kommenden Jahr weitergehen. Sobald Famila in das neu gebaute Warenhaus umgezogen ist, soll Aldi vorübergehend in das alte Warenhaus-Gebäude einziehen. Der Discounter will seine Verkaufsfläche am jetzigen Standort von rund 700 auf die maximal erlaubten 1100 Quadratmeter vergrößern und dafür den bisherigen Getränkemarkt von Famila übernehmen. „Den Bauantrag haben wir gestellt und hoffen auf eine Neueröffnung im letzten Quartal 2016. Damit der Verkauf während der Erweiterung fortgesetzt werden kann, haben wir die provisorische Lösung im alten Famila vorgesehen“, sagt Jürgen Bartram, Geschäftsführer der Emil Köster GmbH, die das Grundstück verwaltet.

Im Stadtteilbeirat Brachenfeld-Ruthenberg war der Störpark am Mittwochabend zentrales Thema. Jörg Richter aus der Technik-Abteilung von Famila stellte das im Bau befindliche Warenhaus den 30 Besuchern in allen Einzelheiten vor. Das Gebäude soll zwei Eingänge bekommen, über die die Kunden zunächst in eine Einkaufspassage gelangen. „Bis auf den Spezialitäten-Shop ziehen alle bisherigen Mieter mit ins neue Haus und bekommen moderne, ansprechende Geschäfte“, sagte Richter. Das bedeutet, auch künftig wird es Bäcker, Frisör, Reinigung und Schlüsseldienst, Reisebüro, Schmuck-, Blumen- und Zeitschriftenladen sowie Geldautomat und Post geben.

Der Eingang von Famila wird zentral in der Einkaufspassage liegen, der bisher externe Getränkemarkt mit Pfandautomaten in den neuen Markt integriert. „Wir werden alles klarer, farbiger und moderner gestalten“, versprach Richter. Es wird zusätzliche, breitere Parkplätze geben. Befürchtungen einiger Anwohner, durch die Kühlanlagen oder den Lieferverkehr könnte es zu Lärmbelästigungen kommen, wies er ebenso zurück wie die Annahme, dass die an der Grundstücksgrenze angelegten Regenrückhaltebecken zu einer Erhöhung des Grundwasserspiegels und damit zu nassen Kellern führen: „Da sehe ich keine Probleme.“

Enttäuscht sei man bei Famila allerdings über die lange Bauzeit. „Wir wollten vor dem Weihnachtsgeschäft öffnen, nun wird es erst Anfang Februar nächsten Jahres soweit sein“, so Richter.

Schneller soll es beim Elektronik-Fachmarkt Expert und dem Sonderpostenmarkt Thomas Phillips gehen. Beide Geschäfte können möglicherweise schon vor Weihnachten im ehemaligen Praktiker-Baumarkt eröffnen, erläuterte Bernd Heilmann von der Stadtplanung. Grund ist ein beschleunigtes Verfahren. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss hatte am 7. Mai den Aufstellungsbeschluss gefasst (der Courier berichtete). Im Beirat fand nun die erste Bürgerbeteiligung ohne große Einwände statt. Weil das Gebäude vorhanden und kein neuer Umweltbericht nötig ist, will die Stadt gleich nach den Sommerferien den Auslegungsbeschluss vorlegen, so Heilmann. Letztlich muss dann die Ratsversammlung grünes Licht geben, vermutlich im September. Expert verlagert seinen Firmensitz aus Wittorf in den Störpark, Thomas Phillips will seine zweite Filiale in Schleswig-Holstein dort eröffnen (der Courier berichtete).

Dietrich Mohr, Leiter der Ruthenberger Rasselbande, stellte zudem die Planungen für die Neugestaltung der Ruthenberger Wiese vor. Eine Umfrage ergab: Auf dem rund 2500 Quadratmeter großen Gelände wünschen sich Kinder und Jugendliche einen Spiel- und Sportplatz mit Skaterbahn, Boule- und Fußballfeld und einem Kleinkindbereich. Abgetrennt werden sollen die einzelnen Bereiche durch Obstbäume und Bänke.

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