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Holsteinischer Courier

18. Oktober 2017 | 11:38 Uhr

Viel Arbeit für die Schuldnerberatung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vertrag zwischen Stadt und Diakonie Altholstein soll bis 2021 verlängert werden

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 12:14 Uhr

Die Schuldner- und Insolvenzberatung der Diakonie Altholstein hatte 2015 gut zu tun. „Unsere Klientel wird immer schwieriger und hat immer weniger Handlungskompetenz“, berichtete die Leiterin Sibylle Schwenk vor dem Sozial- und Gesundheitsausschuss.

Allein bei der Verbraucherinsolvenzberatung betrug die Zahl der Neuanmeldungen etwa 350, zurzeit werden dort mehr als 500 Menschen beraten. Der Anteil der jungen Schuldner unter 25 Jahren ging zwar wieder etwas zurück, liegt mit gut 14 Prozent aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt, sagte Sibylle Schwenk. „Es ist dramatisch, wir müssen viel mehr Präventionsarbeit machen, etwa in den Schulen“, sagte sie.

Während das Land die Kosten der Verbraucherinsolvenzberatung trägt, ist die die allgemeine Schuldnerberatung Aufgabe der Stadt. Sie zahlt der Diakonie Altholstein dafür zurzeit 75  800 Euro im Jahr. Der aktuelle Vertrag läuft zum Jahresende aus und soll verlängert werden.

Im Vertragsentwurf ist auch eine jährliche Steigerungsrate vorgesehen. Sie wurde aber von 2 auf 1,5 Prozent gesenkt – für den Leiter der Diakonie, Heinrich Deicke, kein gutes Signal. Er bat darum, das noch einmal zu überdenken.

Holger Pohlmann, der Leiter des Fachdienstes Soziale Hilfen, wies daraufhin auf das „Kleingedruckte“ hin. Anders als Verträge mit anderen Trägern habe der Vertrag mit der Diakonie eine Laufzeit von fünf Jahren bis Ende 2021. „Es gibt keine kurzfristigen Kündigungsfristen, die Diakonie kann längerfristig planen“, so Pohlmann. Entscheiden muss die Ratsversammlung am 26. April.

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