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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 04:57 Uhr

Poetry Slam : Viel Applaus für kreative Poeten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Zuhörer erlebten lockere, beeindruckende und humorvolle Dichtkunst / Die Siegerin im Statt-Theater kam aus Hamburg

Neumünster | Bei dem Poetry Slam „Statt-Gespräch“ im Statt-Theater am Haart wurde am Freitagabend gedichtet, gelacht und viel geklatscht. Rund 150 Zuhörer verfolgten die Auftritte der acht Poeten. Eine Jury aus dem Publikum bewertete anschließend die Texte und vergab Punkte.

Der Moderator des Abends, David Friedrich (26), führte locker durch die Veranstaltung, die er bereits seit 2012 moderiert. „Es ist eine Liebe zur Sprache“, erzählte der Hamburger über seine Leidenschaft, die er mit den Teilnehmern und dem Gaststar Michel Kühn teilt. Der 24-jährige Kieler war 2015 schleswig-holsteinischer Poetry-Meister und trug am Freitagabend vier Texte außerhalb der Wertung vor.

Der erste bewertete Auftritt folgte von Jasmin Riske aus Groß Kummerfeld. Für die Deutsch- und Biologielehrerin war es eine Feuertaufe. „Ich habe mit meinen Schülern eine Projektwoche zum Thema ‚Kreatives Schreiben‘ gemacht und bin so auf die Idee gekommen“, sagte sie und ergänzte: „Es war eine Überwindung, sich auf die Bühne zu stellen, aber es war toll!“

Zwei weitere Teilnehmer waren Kaja Pauls und Tilman Fink aus Neumünster. Die Schüler der Gemeinschaftsschule Faldera traten nicht zum ersten Mal bei einem Poetry Slam auf. Kaja Pauls stand bereits drei Mal auf der Bühne. „Mit zwölf Jahren habe ich damit angefangen, damals war es ein Auftritt vor meiner Schule. Die positive Rückmeldung hat mich angetrieben, weiterzumachen“, erzählte die Schülerin (15). Auch Tilman Fink schreibt schon lange Texte, für ihn war es die zweite Veranstaltung. „Ich versuche, meine Gedanken in Worte zu fassen. Das kann eine Woche oder auch vier Monate dauern“, sagte er über die Entstehung seiner Texte.

Der nächste Text, vorgetragen von Julia Rhode, handelte vom Großstadtleben in Hamburg. Sie fand beeindruckend passende Worte für ihren Wohnort: „Diese Stadt ist ein Fluch und ein Segen zugleich.“ Nach dem Auftritt von Hendrik Neubauer aus Kiel, der über Abende auf dem Sofa erzählte, folgte die Teilnehmerin Monika Mertens aus Hamburg. Sie widmete ihren Text ihrem „geliebten Computer“. Mit ihrem humorvollen Auftritt schaffte es Monika Mertens bis in das Finale, wo sie gegen zwei weitere Finalisten erneut antrat.

Den Poetry Slam entschied Helene Bockhorst aus Hamburg mit einem lustigen Text über Männerbekanntschaften für sich. Monika Mertens gewann den zweiten Platz, und Danny Koch belegte den dritten Platz.

Die Zuschauer Helga (65) und Jens Meisner (67) aus Tungendorf waren von der Veranstaltung begeistert. „Wir sind zum ersten Mal dabei, wir haben im Courier davon gelesen“, erzählte Jens Meisner. Seine Frau ergänzte schmunzelnd: „Wir sind zwar älter als der Durchschnitt hier, aber mir gefällt die Stimmung. Das ist eine erfrischende Veranstaltung.“

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