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Orgelkonzert : Viel Applaus für Hans-Jürgen Schnoor in der Vicelinkirche

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das zweite Konzert der Reihe Sommerliche Orgelkonzerte in der Vicelinkirche erklang am Sonntagabend mit Hans-Jürgen Schnoor.

Neumünster | Wiederhören macht Freude: Das zweite Konzert der Reihe Sommerliche Orgelkonzerte in der Vicelinkirche erklang am Sonntagabend unter den Händen von Hans-Jürgen Schnoor. Rund 180 Zuhörer genossen das anspruchsvolle Programm „Von Amsterdam über Norddeutschland zu Bach“ des ehemaligen Kantors des Hauses sichtlich. Honoriert wurde es am Ende mit stehendem Applaus, den der 67-Jährige erfreut entgegennahm.

Schnoor, der sich vor Beginn noch mit einem Stückchen Schokolade gestärkt hatte, freute sich, nach zwei Jahren Pause wieder einmal auf „seiner“ Orgel zu spielen. Doch Heimweh und Wehmut quälen den gebürtigen Kieler, der mehr als 30 Jahre in der Vicelinkirche wirkte, nicht.

„Die Arbeit an der Lübecker Musikhochschule ist anspruchsvoll und macht mir Freude. Aber im Moment sind ja Semesterferien. Deshalb komme ich geradewegs aus den Alpen, in denen ich mit meinem jüngsten Sohn wandern war. Schließlich muss man ja als Organist körperlich fit sein“, erzählte er charmant.

Virtuos zu Gehör brachte Hans-Jürgen Schnoor die fulminante Toccata und Fuge F-Dur (BWV 540) und die Toccata, Adagio und Fuge C-Dur (BWV 564) von Johann Sebastian Bach (1685 - 1750). Es erklang das in seinem Beginn an mittelalterliche Holzblasinstrumente erinnernde „Magnificat septimi toni“ von Hieronymus Praetorius (1560 -1629). Besonders eindrucksvoll interpretierte Schnoor zudem die Toccata in d von Dietrich Buxtehude (1637 – 1707) und den Choral „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ von Franz Tunder (1614 – 1667) sowie die Komposition „Pavana Lachrimae“ des Niederländers Jan Pieterszoon Sweelinck (1562 – 1621).

Bemerkenswert sicher zog Schnoor allenthalben die Register und spielte die Orgelwerke auf eine Weise, die keinen Zweifel daran ließ, dass er eben dieses Instrument wirklich in- und auswendig kennt.

Das letzte Konzert im Zyklus der Sommerlichen Orgelkonzerte wird Bernhard Römer aus Hildesheim am Sonntag, 24. August, ab 18 Uhr spielen. Unter dem Titel „Wie der Vater so der Sohn“ sind dann Werke sowohl von Johann Sebastian Bach als auch von Carl Philipp Emanuel Bach zu hören.

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