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Leseclub : Vicelinviertel: 200 Kinder lesen jetzt gern

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ein Projekt der Leseförderung hat viel erreicht. Das Bundesbildungsministerium hat zusätzliche Gelder bewilligt.

Neumünster | Es ist ein Erfolg, mit dem die Verantwortlichen zu Beginn des Projektes nicht gerechnet hatten. Im Februar war im Bildungszentrum Vicelinviertel der Leseclub „Lesehonig“ gestartet, ein bundesweites Projekt (der Courier berichtete). Es soll die Lese- und Sprachkompetenz von benachteiligten Kindern und Jugendlichen fördern und ihre Bildungsschancen verbessern. Acht Monate später zog Sandra Wollatz gestern eine positive Bilanz: „Wir haben in über 60 Stunden mehr als 200 Kinder betreut, das ist ein sensationeller Erfolg für dieses Viertel. Die Kinder stehen schon draußen und warten, bevor wir überhaupt die Türen geöffnet haben“, sagte die Koordinatorin des Bildungszentrums an der Kieler Straße.

Damit das Projekt fortgesetzt werden kann, sind die Organisatoren des Leseclubs auch weiter auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, hatte gute Nachrichten im Gepäck: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat weitere Fördermittel für die 220 Leseclubs in Deutschland zur Verfügung gestellt. Auch der „Lesehonig“, den das Bildungszentrum gemeinsam mit der Familienbildungsstätte der Diakonie betreibt, wird bis 2017 von den Geldern profitieren.

Über die Fortsetzung der Förderung freut sich auch Kristin Alheit. Die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes informierte sich gestern vor Ort über das Projekt und sprach allen Beteiligten ein großes Lob aus: „Begeisterung für das Lesen zu wecken, ist ein zentraler Beitrag für die Bildung von Kindern und Jugendlichen. Leseclubs bieten ihnen die Möglichkeit, ihre Lesekompetenz zu verbessern, den eigenen Horizont zu erweitern und ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Dass das hier so gut klappt, finde ich großartig“, sagte die Ministerin und griff selbst zum Buch, um den Kindern eine Geschichte vorzulesen. Die Jungen und Mädchen revanchierten sich daraufhin mit der selbstgeschriebenen Geschichte „Die furzende Prinzessin“, die unter lautem Gekicher vorgetragen wurde und auch bei Kristin Alheit für Erheiterung sorgte.

Zu den regelmäßigen Teilnehmern des Leseclubs gehört auch Halide, die seit fünf Monaten dabei ist. „Ich bin dreimal die Woche hier. Mir gefällt, dass wir hier so viel zusammen lesen. Am liebsten mag ich ‚Gregs Tagebuch‘“, sagte die neunjährige Schülerin.

Der Leseclub findet nach den Ferien wieder montags von 14.30 bis 16.30 Uhr, mittwochs von 15.30 bis 16.30 Uhr und freitags von 17 bis 18.30 Uhr in der Bücherei im Bildungszentrum an der Kieler Straße 90 statt. „Nachbar“ auf Seite 9

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erstellt am 13.Okt.2015 | 07:00 Uhr

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