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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 04:50 Uhr

VfR-Kicker schwört auf Hertha

vom

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Neumünster | Wer regelmäßig die Sauerbruchstraße entlangfährt, hat sich an den Anblick einer riesigen Hertha BSC-Flagge in einem Garten der Robert-Koch-Straße vermutlich schon gewöhnt. In diesen Tagen, kurz vor dem morgigen DFB-Pokalspiel des VfR gegen die Berliner, springt das Logo einem so sehr ins Auge, dass der Courier nachfragte, wer dahinter steckt. Dass - wenn man die Geschichte zusammenrafft - ausgerechnet ein VfR-Spieler der A-Jugend sowie der ehemalige HSV-Cheftrainer Frank Pagelsdorf die Drahtzieher hinter der Flagge sind, war dann aber doch überraschender als erwartet.

"Der NDR hat auch schon nachgefragt. Da müssen sie mit meinem Sohn sprechen", sagte Martin Andres, der gemeinsam mit dem ehemaligen HSV-Cheftrainer Pagelsdorf ein Indoor-Fußballcenter in Kiel betreibt und als HSV-Fan so tut, als habe er mit der Flagge nichts zu tun. Und schon rückte der Filius in den Fokus. Sohn Norman musste die Flagge indes diplomatisch rechtfertigen, ist er zur neuen Saison doch vom Preetzer TSV zur A-Jugend der SG Saxonia/VfR gewechselt. "Klar würde ich es auch dem VfR gönnen, am Sonntag eine Runde weiterzukommen. Allein finanziell würden alle davon profitieren. Als Fan stehe ich aber komplett hinter Hertha", betonte der 17-Jährige und rechnet mit einem klaren 3:0. Der Nachwuchskicker selbst ist derzeit gehandicapt, er muss sich gerade von einer erst rund zwei Wochen zurückliegenden Kreuzband-OP erholen.

Obwohl mit Bruder Roman (19) auch noch ein Bayern-Fan im Hause Andres dazukommt, fiel die Entscheidung klar pro Hertha-Flagge. "Um den Aufstieg zu würdigen", lachte Vater Martin Andres. Auch wenn es mit der original Stadionflagge, die im Übrigen Pagelsdorf organisiert hat, wohl kaum größer ging, wundert man sich im Hause Andres über die Resonanz. "Selbst der VfR hat schon gefragt, ob wir zu den Heimspielen nicht die VfR-Flagge hissen könnten - und das bereits, bevor Norman dort gespielt hat", erzählte Martin Andres. Weil man sich beim VfR die Mühe gemacht habe, extra persönlich vorbeizukommen, wurde die Flagge auch tatsächlich für eine Woche ausgetauscht. Wenn nun noch Pagelsdorf morgen, wie Martin Andres es andeutete, ins VfR-Stadion mitkommt, wäre die Geschichte vollends abgerundet.

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