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Feuerwehr : Verwaltung soll Wehr-Neubau in Wittorf planen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach dem Einspruch der Versicherung gibt der Brandschutzausschuss jetzt klare Vorgaben

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 08:30 Uhr

Neumünster | Die Wittorfer Wehr soll ein neues Wehrhaus erhalten, das die Anforderungen der Kameraden in den nächsten 40 bis 50 Jahren und den demografischen Wandel im Stadtteil berücksichtigt. Der Ausschuss für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz beauftragte am Dienstagabend die Verwaltung einstimmig, bis Ende des Jahres „ein Gesamtkonzept für einen Neubau“ zu erarbeiten. Es soll auch alternative Standorte zum bisherigen Grundstück an der Mühlenstraße berücksichtigen.

Die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse hatte bei einer neuerlichen Begehung nicht nur die bekannten Baumängel des auf einer Moorlinse stehenden Gebäudes, sondern auch die fehlenden Parkplätze für die Einsatzkräfte kritisiert und eine langfristige Lösung gefordert (der Courier berichtete).

„Das ist ein komplexes Thema. Ein Ersatzneubau an gleicher Stelle wäre zwar baulich okay, behebt aber nicht das Stellplatz-Problem. Das Grundstück ist einfach zu klein“, verdeutlichte Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr, das Übel. Wie Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens stellte er klar: „Wir brauchen die Wehr in Wittorf. Eine Schließung steht daher nicht zur Diskussion.“ Allerdings sei der Geduldsfaden der Unfallkasse endlich. Würde es bei den nächsten Begehungen keine Konzepte geben, könnte die Kasse „den Laden dicht machen“.

Ebenfalls einstimmig fiel das Votum der Ausschussmitglieder zum Ausbau der Wehr in Gadeland aus. Dort ist eine stadteigene Wohnung im Wehrhaus frei geworden, einen Nachmieter gibt es nicht. Die Feuerwehrleute wollen nun die Räume zu Lager- und Besprechungsräumen umbauen. Der Wehrführer soll ein eigenes Büro erhalten. Die Kosten dafür betragen 2000 Euro für Material.

Wohlwollend unterstützte der Ausschuss zudem einen Antrag der CDU-Mitglieder Helga Bühse und Gerhard Lassen für einen neuen Verbindungsweg vom Bahnhof Stadtwald zur Färberstraße. Dieser soll vor allem von bahnreisenden Feuerwehrleuten auf dem Weg zur neuen Feuer- und Rettungswache im Gefahrenabwehrzentrum genutzt werden. „Das kann mit relativ geringen Mitteln realisiert werden. Eine Beleuchtung etwa ist vorhanden“, sagte Lassen. Hier intervenierte allerdings SPD-Ratsherr Arno Jahner. Er warf Lassen und Bühse vor, sie wollten „ohne Sinn eine Duftmarke setzen“. Jahner stimmte als einziger gegen den Antrag, den vorrangig der Bauausschuss behandeln wird.

Abschließend gab Sven Kasulke bekannt, dass am 13. Dezember eine große Katastrophen-Übung zum Thema Stromausfall mit rund 600 Einsatzkräften stattfinden soll. Eingebunden sind nicht nur alle Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen, sondern zusätzlich auch die Polizei, die Stadtwerke, die SH-Netz AG und das Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Sämtliche Feuerwachen sowie die Zentrale der Stadtwerke sollen während der Übung für mehrere Stunden vom Netz gehen.

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