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Holzversteigerung : Versteigerung der besten Hölzer

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Der Stamm mit dem höchsten Gesamterlös ist in Daldorf eine Eiche. Käufer ist ein Furnierbetrieb aus Bayern.

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erstellt am 18.Feb.2017 | 00:00 Uhr

Daldorf | Bei der  sogenannten  Wertholzsubmission, der Versteigerung der besten Baumstämme,  hatten  in Daldorf   die Privatwaldbesitzer die Nase vorn. Mit einem Gesamterlös von rund 1,8 Millionen Euro erzielten die schleswig-holsteinischen Holzverkäufer ein Rekordergebnis.

Rund 4300 Festmeter   der wertvollsten Eichen, Eschen und andere Hölzer wie Ahorn, Kirsche, Erle, Roteiche und Ulme aus Schleswig-Holsteins Wäldern kamen in den vergangenen Tagen zum Verkauf. „Dabei haben Nachfrage und Preise gegenüber dem Vorjahr sogar noch einmal angezogen“, freuten sich Dr. Manfred Quer von der für den Privat- und Kommunalwald zuständigen Holzagentur und Harald Nasse von den Landesforsten und Verantwortlicher für die Holzvermarktung gestern  auf dem Holzlagerplatz in Daldorf über die Ergebnisse.  „1,8 Millionen Euro, das ist ein Spitzenergebnis, das es ähnlich zuletzt vor etwa zehn Jahren gegeben hat“, meinte Harald Nasse.

Die Laubstammholz-Submission wird einmal im Jahr gemeinsam von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur für private und kommunale Waldbesitzer und von den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten sowie zeitgleich vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck auf dem Lagerplatz Lanken im Kreis Herzogtum Lauenburg organisiert. Drei Wochen lang haben dabei Holzeinkäufer die Gelegenheit, sich die wertvollen Hölzer auf den Lagerplätzen anzusehen und ihre schriftlichen Gebote abzugeben. 25 Bieter aus Deutschland, Dänemark, Polen, Estland und der Schweiz haben dieses Jahr ihre Gebote abgegeben und am Ende für den Rekordumsatz von 1,8 Millionen Euro gesorgt. Verkauft wurden 13 verschiedene Holzarten.

Eichen und Eschen standen hierbei im Rampenlicht. Ganz besonderes Augenmerk fiel dabei in Daldorf auf sogenannte Rosen- oder Katzenpfoteneichen. Diese Stämme, erklärten Nasse und Quer, sind besonders  bei  Produzenten feinsten Furniers oder bei Möbelherstellern etwa für besondere Tischplatten begehrt. Die Verkäufer durften sich hierfür über Preise von bis über 800 Euro pro Festmeter  freuen. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Angebotsmenge aufgrund der hohen Nachfrage um etwa 20 Prozent erhöht. Besonders die Eiche wurde mit einer beachtlichen Menge von rund 3200 Festmetern verkauft. Für Eichen wurden im Durchschnitt 506  Euro pro Festmeter gezahlt. Esche erzielte 201  Euro. Das Höchstgebot pro Festmeter erzielte mit einem Spitzenpreis von 2038  Euro eine Eiche auf dem Lagerplatz Lanken vom Eigenbetrieb Kreisforsten Herzogtum Lauenburg. Bei einem Volumen von 5,33 Festmetern  erzielte der Eichenstamm einen Erlös von 10862 Euro.

In Daldorf erreichte eine Eiche aus der Forstverwaltung Dobersdorf das Höchstgebot von 1459 Euro für den Festmeter. Der Stamm mit dem höchsten Daldorfer Gesamterlös ist eine Eiche der Holzagentur. Mit 6,5 Festmetern erzielte dieser bemerkenswerte Stamm einen beachtlichen Preis von 7455,50 Euro. Käufer ist ein Furnierbetrieb aus Bayern.

Bei den mehr als zufriedenstellenden Erlösen hatten in Daldorf die Privatwaldbewirtschafter deutlich die Nase vorn. Allein in Daldorf konnten die Privaten rund 900000  Euro umschlagen. Die Landesforsten fuhren hier Erlöse von rund 455000 Euro ein. Damit hat sich der Standort Daldorf zum größten Wertholzsubmissionsplatz in Deutschland gemausert, meinten Quer und Nasse nicht ohne Stolz. Es gebe zwar größere Submissionen im Gesamtvolumen, aber nicht in der Daldorfer Menge und Qualität auf einem Platz. Allein aus den Privatforsten sind 43 Forstbetriebe an der Submission beteiligt.

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